Auf zehn der insgesamt 166 Bahnhöfe der Berliner S-Bahn gibt es bisher Raucherinseln – es sollen deutlich mehr werden. An 40 weiteren Stationen würden künftig Bereiche für Raucher gekennzeichnet, bestätigte ein Bahnsprecher einen Bericht der „Berliner Morgenpost“.
An diesen S-Bahnhöfen gibt es bereits Raucherinseln:
Die S-Bahn steckt in der Klemme, wie S-Bahn-Chef Peter Buchner erklärt: Auf der einen Seite stehen die Raucher, die das Verbot - vor allem an nicht überdachten Bahnsteigen - offensichtlich nicht akzeptieren. Auf der anderen die Nichtraucher, die sich durch den Zigarettenqualm belästigt fühlen und sich beschweren. Die S-Bahn wolle niemanden "unnötig verprellen". „Wir wollen Konflikte zwischen den Fahrgästen vermeiden, aber nicht als Oberlehrer erziehen.“
Die Strategie der Bahn-Tochter: Das Rauchverbot soll dort verstärkt durchgesetzt werden, wo es besonders viele Beschwerden gibt. Damit das funktioniert, werde es künftig mehr Sicherheitskräfte geben. Über die Personalstärke gibt es von der S-Bahn noch keine Aussagen. Im April 2016 starteten 40 Sicherheitskräfte ihren Dienst, um dafür zu sorgen, dass das Rauchverbot und andere Regeln befolgt werden.
Im Gegenzug soll den Rauchern wieder mehr Raum gegeben werden.
15 Euro Bußgeld werden seit April 2016 bei einem Verstoß fällig. Insgesamt wurden seit der Einführung des Rauchverbots 5478 Mal Bußgelder erhoben, gezahlt wurden 54.472,66 Euro. (BLZ)
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