Stadtnatur

Raupennester an Berliner Sträuchern: Gespinstmotten breiten sich aus

Die Umweltsenatsverwaltung gibt Entwarnung für Anwohner und Spaziergänger. Von den weißlichen Raupen geht keine Gesundheitsgefahr aus.

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Die Gespinstmotten sind nicht gefährlich.

Die Gespinstmotten sind nicht gefährlich.

© IMAGO/Gottfried Czepluch

In Berliner Parks, Gärten und am Straßenrand fallen derzeit ungewöhnliche weißliche Gespinste an Sträuchern auf. Eine gesundheitliche Gefahr für den Menschen besteht laut Umweltsenatsverwaltung nicht.

An verschiedenen Sträuchern im Berliner Stadtgebiet sind in den vergangenen Tagen auffällige Raupennester aufgetreten. Wie die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt am Donnerstag mitteilte, handelt es sich um Gespinste verschiedener Gespinstmottenarten. Im Inneren der eingesponnenen Gehölzteile befinden sich den Angaben zufolge zahlreiche weißliche Raupen mit schwarzen Flecken. Im Umfeld der Gespinste seien die Blätter vollständig abgefressen.

Betroffen sind nach Behördenangaben vor allem Spindelsträucher, die auch unter dem Namen Pfaffenhütchen bekannt sind. Die Gespinste könnten aber auch an Schlehen oder Weißdornbüschen auftreten. Die derzeit prognostizierte sonnige und trockene Frühjahrswitterung sei für die Entwicklung der Insekten förderlich, hieß es aus der Senatsverwaltung.

Keine Gefahr für die Gesundheit

„Eine gesundheitliche Gefährdung des Menschen geht von diesen Gespinstmotten jedoch nicht aus“, teilte die Behörde mit. Anders als beim Eichenprozessionsspinner besäßen die Raupen keine allergieauslösenden Haare. Damit unterscheiden sie sich deutlich von einer Insektenart, die in den vergangenen Jahren in Berlin und Brandenburg wiederholt für Hautreizungen und Atemwegsbeschwerden gesorgt hatte.

Um stärkere Schäden an den Sträuchern zu vermeiden, empfiehlt die Senatsverwaltung, die Gespinste frühzeitig herauszuschneiden und zu vernichten. Die betroffenen Sträucher trieben noch in derselben Vegetationszeit erneut aus. „Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln gegen die Raupen in den Gespinsten ist weder wirksam noch sinnvoll“, erklärte die Behörde in ihrer Mitteilung vom 30. April. Weiterführende Informationen seien auf der Webseite des Pflanzenschutzamtes abrufbar. (mit dpa)

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