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Rauswurf von Stadtrat Hönicke in Lichtenberg: Ursache weiter unklar, CDU hat Nachfolgerin

Eine Woche nach der Freistellung von Lichtenbergs Baustadtrat Kevin Hönicke übernimmt Catrin Gocksch (CDU) seine Aufgaben. Ein Grund für den Rauswurf könnte dieser sein.

Christian Gehrke
2 Min
Lichtenbergs Stadtrat Kevin Hönicke (SPD) wurde freigestellt. Er darf sein Büro nicht mehr betreten.

Lichtenbergs Stadtrat Kevin Hönicke (SPD) wurde freigestellt. Er darf sein Büro nicht mehr betreten.

© Volkmar Otto

Nach der abrupten Freistellung von Lichtenbergs Baustadtrat Kevin Hönicke (SPD) hat Bezirksbürgermeister Martin Schaefer (CDU) offenbar schon eine Nachfolgerin für ihn gefunden. Catrin Gocksch (CDU) soll vorerst seine Aufgaben übernehmen.

Das teilt die SPD mit und ist über die sofortige Freistellung, die sich vor einer Woche zugetragen hat, einigermaßen entsetzt. Denn Hönicke darf sein Büro nicht mehr betreten. Faktisch ist das ein Hausverbot im Lichtenberger Rathaus. Die CDU widerspricht und betont, dass die Freistellung nur vorübergehend ist. Offiziell gebe es für den SPD-Mann keine Nachfolgerin.   

Hönicke-Rauswurf in Lichtenberg: Das könnte ein Grund sein

Es gebe für den Rauswurf keine Rechtsgrundlage, so die SPD. Hönicke, der sich einen Anwalt genommen hat, sieht sich wilden Spekulationen ausgesetzt. Wie der 39-Jährige am Montag auf X schreibt, kenne er den Grund der Freistellung auch eine Woche danach immer noch nicht. Hinweise, worauf gegen Hönicke die Berliner Staatsanwaltschaft ermittelt, bestätigte die Behörde nicht.        

Martin Schaefer, von Beruf ursprünglich Pfarrer, schweigt auch diese Woche zu den Gründen des Rauswurfs. Er wolle Schaden vom Bezirk abwenden, erklärte er vor einer Woche. Die SPD wirft dem Theologen vor, dass er seine Fürsorgepflicht für Kevin Hönicke, der Anfang des Jahres eine Depression öffentlich gemacht hat, missachte. Hönickes Parteikollegen verlangen von Schaefer eine Begründung für seine Entscheidung. Recherechen der Berliner Zeitung legen nahe, dass Hönicke wohl Dienstgeheimnisse verraten habe. Schaefer bestätigt dies bislang noch nicht.    

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