Zollfahndung und Polizei ist im Rahmen eines europaweiten Einsatzes in Berlin ein Schlag gegen eine mutmaßliche Bande von Schmugglern von Shishatabak gelungen. Durchsucht wurden am Mittwochmorgen über 20 Wohnungen und andere Räume vor allem in der Hauptstadt. Einsätze gab es aber auch in Hannover, im Ruhrgebiet sowie in Holland, Tschechien und Schweden, wie der Sprecher des Zollfahndungsamtes sagte.
Wie die Polizei in dem sozialen Netzwerk X mitteilte, erfolgten die Maßnahmen unter Federführung der sogenannten gemeinsamen Ermittlungsgruppe ZIG des Zollfahndungsamts und des Landeskriminalamts Berlin.
Razzia am Mittwoch: Mehrere Haftbefehle liegen vor
Verdächtig als Schmuggler sind sechs Männer im Alter zwischen 22 und 48 Jahren. Ihnen wird auch bandenmäßige Steuerhinterziehung vorgeworfen. Es wurden drei Beschuldigte mit bereits vorab erwirkten Haftbefehlen festgenommen. Weitere vier Durchsuchungsbeschlüsse mit gleichem Tathintergrund wurden zeitgleich im Auftrag der Staatsanwaltschaft Krefeld im Rahmen der Amtshilfe vollstreckt.
Die Fahnder entdeckten auch ein illegales Labor, in dem eingeschmuggelter Rohtabak zu Wasserpfeifentabak verändert wurde. Insgesamt sollen die Männer 25 Tonnen unversteuerten Wasserpfeifentabak vertrieben und teilweise selber hergestellt haben.
Zehntausende Euro Bargeld gefunden
Bei den heutigen Durchsuchungen in Berlin konnten insgesamt über sechs Tonnen unversteuerter Wasserpfeifentabak, 8500 nicht versteuerte Einweg-E-Zigaretten, 80.000 Euro Bargeld sowie diverse Grundstoffe zur besagten Herstellung von Wasserpfeifentabak sichergestellt werden.
Der entstandene Schaden soll mehr als eine Million Euro betragen, berichtete der Sender RBB. 240 Beamte der Zollfahndung und Polizei waren demnach unter anderem in Neukölln und Kreuzberg im Einsatz. (mit dpa.)
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