Von Brandenburg nach Berlin

Künftig mehr Bahn-Verbindungen für Pendler

Rund 210.000 Brandenburger fahren jeden Tag nach Berlin, um dort zu arbeiten.

BLZ
2 Min
Die Zahl der Pendler steigt nirgendwo in Deutschland so rasant wie in Berlin.

Die Zahl der Pendler steigt nirgendwo in Deutschland so rasant wie in Berlin.

© imago/Rainer Weisflog

Regionalverkehr zwischen Berlin und Brandenburg: Zusätzliche Verbindungen, mehr Waggons für Pendler

Es sei eine „enorme Mehrnachfrage zu verzeichnen“, sagte eine Sprecherin des Verkehrsverbunds Berlin-Brandenburg (VBB). Wie stark die Pendlerzahlen im Öffentlichen Nahverkehr gestiegen sind, lässt sich laut Verkehrsministerium und VBB jedoch nicht genau sagen. Die statistischen Ämter erfassen demnach nur die allgemeinen Pendlerzahlen. Wie diese Menschen zu ihrem Arbeitsort kommen, sei nicht ersichtlich. Die Gesamtzahl der Pendler aus Brandenburg nach Berlin ist nach Zahlen des VBB zwischen 2007 und 2017 um ein Viertel auf rund 210.000 Menschen gewachsen. Pendler aus Berlin nach Brandenburg sind im selben Zeitraum um gut ein Drittel auf 87.000 gestiegen. Die Sprecherin erklärte, in den derzeit gültigen Verkehrsverträgen seien vom Land bereits „Mehrverkehre“ bestellt worden. Das heißt, es werden schon zusätzliche Verbindungen eingesetzt oder Waggons angehängt. Allerdings sei es nicht immer möglich, Züge zu verlängern - weil beispielsweise die Bahnsteige nicht lang genug sind.

Regionalverkehr Berlin-Brandenburg: Langfristig Netzausbau bei der Bahn geplant

Ab 2022 soll das Angebot laut VBB deutlich ausgeweitet werden. Das Netz Elbe-Spree soll um etwa fünf Millionen Zugkilometer pro Jahr wachsen - das sind etwa 25 Prozent. Es soll beispielsweise zwischen Oranienburg über den Flughafen BER nach Lichtenberg oder zwischen Potsdam und Spandau zusätzliche Verbindungen geben. Außerdem würden die Takte vielgenutzter RE-Verbindungen verdichtet, beispielsweise des RE1 zwischen Brandenburg und Frankfurt (Oder) oder des RE2 von Cottbus nach Berlin.

Langfristig ist laut Verkehrsministerium ein Netzausbau geplant. Mit dem Projekt „i2030“ sollen vor allem im berlinnahen Raum und auf beliebten Pendlerstrecken Verbindungen ausgebaut und verbessert werden. Nach Angaben des Projekts wird bis 2030 mit einem Fahrgastzuwachs von mindestens 150 Prozent im Vergleich zur 1990 gerechnet. Der Deutsche Gewerkschaftsbund fordert jedoch nicht nur bessere Verbindungen für Pendler, sondern auch bessere Arbeitsbedingungen und mehr Lohn für Mitarbeiter in Verkehrsunternehmen. Sonst könne der steigende Bedarf an Fahrern nicht gedeckt werden. (dpa)

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