Der Berliner Reinhart Fuchs, Jahrgang 1934, kam als Zehnjähriger bei einer Geburtstagsfeier mit Schach in Kontakt. Zu Hause in Berlin-Wilhelmshagen entdeckte er im Bücherschrank das "Lehrbuch des Schachspiels" von Jean Dufresne. Das Buch, das seinem im Krieg gefallenen Vater gehörte, wurde zur Lieblingslektüre. Vom Schulschach kam Reinhart zum Schachklub Oberschöneweide.Frühzeitig stellte er sein großes Talent unter Beweis. Mit 15 Jahren gewann er die Jugendmeisterschaft der DDR, 1952 wurde er gesamtdeutscher Meister der Jugend in Sigmaringen. Den Titel eines DDR-Meisters der Männer errang Reinhart Fuchs 1953 und 1956. Ein Jahrzehnt lang blieb er der härteste Konkurrent von Wolfgang Uhlmann. Der Eröffnungskenner Fuchs bevorzugte einen Positionsstil, wusste jedoch auch taktisch zu glänzen. Die Spielweise der Weltmeister Botwinnik und Smyslow inspirierte ihn am meisten. Intensiven Kontakt pflegte er mit dem Kombinationskünstler Kurt Richter.Von 1956-1966 nahm Fuchs mit der DDR an sechs Schacholympiaden teil. Mehrfach verpasste der Internationale Meister knapp die Großmeisternorm. Ihm fehlte nur ein Quäntchen Nervenstärke. Der Absolvent der Fachschule für Finanzen in Gotha wechselte nach acht Jahren Profischach zum Kabelwerk Oberspree in die Informatik. Von 1976 bis 1991 war Reinhart Fuchs Redakteur der renommierten Zeitschrift "Schach". Die Leser der "Berliner Zeitung" erfreute er seit 1956 über 40 Jahre lang mit seiner Schachkolumne.R. FUCHS - HARELBudapest 19591.e4 d6 2.d4 Sf6 3.Sc3 g6 4.f3 Lg7 5.Le3 0-0 6.Dd2 e5 7.d5 Se8 8.g4 f5 9.g:f5 g:f5 10.Lg5 Lf6 11.h4 f4 12.0-0-0 L:g5 13.h:g5 D:g5 14.Lh3 Sa6 15.Dh2 De7 16.Le6+ Kh8 17.Sh3 Sf6 18.Sg5 Sc5 19.Dh3! Ld7 20.Tdg1 Tae8 21.Dh6 a522.Lg8!! Sg4 23.Dg6! h6 und gleichzeitig Aufgabe! 1-0Paul Werner Wagner
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