Erwerbstätigkeit

Rekordbeschäftigung - aber Nachfrage nach Arbeitskräften sinkt

Die Beschäftigung steigt auf ein Rekordhoch. Doch der Zuwachs schwächt sich inzwischen ab. Auch die Arbeitgeber suchen weniger neue Mitarbeiter. Allerdings betrifft das nicht alle Branchen.

BLZ
2 Min
Der Anstieg der Beschäftigung hält bereits 14 Jahre an.

Der Anstieg der Beschäftigung hält bereits 14 Jahre an.

Der Anstieg der Beschäftigung hält bereits 14 Jahre an, wobei Zuwanderung und eine stärkere Erwerbsbeteiligung der Inländer die demografischen Effekte einer alternden Gesellschaft mehr als ausgeglichen haben. Während die Zahl der in Deutschland tätigen Arbeitnehmer im Jahresdurchschnitt 2019 um 475 000 auf 41,1 Millionen wuchs, ging die Zahl der Selbstständigen und ihrer mithelfenden Familienangehörigen weiter zurück - um 1,7 Prozent auf 4,15 Millionen. Weniger Selbstständige hatte es zuletzt im Jahr 2003 gegeben, wie das Bundesamt mitteilte.

Weniger Arbeitgeber suchen neue Mitarbeiter 

In den vergangenen Monaten suchten weniger Arbeitgeber neue Mitarbeiter. Der Stellenindex der Bundesagentur für Arbeit, der auf aktuellen und tatsächlichen Stellengesuchen von Unternehmen beruht, sinkt seit März 2018 kontinuierlich. So auch im Dezember 2019: Im Vergleich zum Vormonat ging der sogenannte BA-X um 5 auf 223 Punkte zurück. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ergebe sich ein Minus von 31 Punkten, teilte die Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag mit. Im längerfristigen Vergleich liege der Bedarf an Arbeitskräften aber nach wie vor auf hohem Niveau.

Die Bundesagentur will am Freitag ihre Arbeitsmarktstatistik für den Monat Dezember vorstellen sowie einen Ausblick auf das Jahr 2020 geben. Die gebremste Nachfrage nach Arbeitskräften macht sich nach ihren Angaben zurzeit vor allem in der Verkehrs- und Logistikbranche, der Industrie, dem Handel, der Zeitarbeit oder dem Gastgewerbe bemerkbar. In konjunkturunabhängigen Branchen wie der öffentlichen Verwaltung, dem Sozial- und Gesundheitswesen sowie der Erziehung suchten Arbeitgeber dagegen weiterhin verstärkt neue Mitarbeiter.

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