Als Student kaufte ich viele Bücher. Einen Großteil habe ich nicht gelesen. Fellinis Filmszenarien. „Die Gebrüder Karamasow“. Erwähnte ich die Tonträger? Aus Regalmetern klagen vernachlässigte Kulturgüter mich an. Eure Zeit wird kommen, pflegte ich sie zu vertrösten. Wenn Rente, dann Ohrensessel. Ach. Niemand wird den vierbändigen Don Quichotte mehr berühren, bis das finale Entrümpelungskommando sich seiner annimmt.
Die Wirtschaftsministerin ventilierte gerade die Rente mit 70. Mein Stichtag ist derzeit noch der 1. März 2030, mit dann fast 67. Es gibt keine großen Pläne. Kraftsport. Alte Försterei. Erdnussflips. Perspektivisch Prostata. Weiter, sprach Oliver Kahn, immer weiter. Vielleicht schreibe ich noch. Dazwischen Begängnisbesuche, bis ich selbst Protagonist bin.
Kolumne
Rentner an die Front? Grabenkampf wäre nicht mein Ding!
Der Vorschlag, Senioren fit für den Kriegsdienst zu machen, löst bei unserem Autor widerständige Gefühle aus. Eine Kolumne.
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Kriegsdienst für Senioren: mit der Kalaschnikow gegen das Schweinesystem
© Sina Schuldt/dpa