Die Berliner Zeitung wurde in diesem Jahr gleich zweimal für den prestigeträchtigen Reporterpreis nominiert. Beide Male hat es Anja Reich, Chefin des Ressorts Dossiers, auf die Nominierten-Liste geschafft. Reich wurde einmal in der Kategorie Beste Kulturreportage nominiert – mit einem Text über die Ost-Berliner Fotografin Helga Paris. 60 Jahre lang hat die legendäre Fotografin in der Berliner Winsstraße gelebt; Reich beschreibt nach dem Tod der Künstlerin den Kampf um ihre Wohnung. Außerdem wurde Anja Reich zusammen mit Wiebke Hollersen, Reporterin im Ressort Dossier, in der Kategorie Bestes Interview nominiert. Die beiden Reporterinnen haben die Kinder von Regine Hildebrandt interviewt. Hildebrandt war eine der beliebtesten Politikerinnen der Nachwendezeit aus dem Osten; zum ersten Mal sprachen ihre drei Kinder gemeinsam in der Berliner Zeitung über die DDR, Russland und die Wut in Ostdeutschland.
Seit 2009 wird der Reporterpreis verliehen. Am ersten Montag im Dezember wird der Reporterpreis verliehen – aktuell in zwölf Kategorien, von Reportage bis Investigation, von Essay bis Datenjournalismus. Inzwischen ist der schwere Messingstift, er erinnert an einen vielfach angespitzten Bleistift, eine begehrte Trophäe im deutschsprachigen Journalismus.
Die nominierten Texte können auf der Website der Berliner Zeitung nachgelesen werden.
Wohnungskampf in der Winsstraße: „Die Westler waren die Gewinner, aber wir waren zuerst hier“ – von Anja Reich.
Wohnungskampf in der Winsstraße: „Die Westler waren die Gewinner, aber wir waren zuerst hier“
Kinder von Regine Hildebrandt: „Jemand wie unsere Mutter fehlt gerade für die Ostdeutschen“
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