Ob bei der Schulspeisung, im Mitropa-Speisewagen oder bei Mutti zu Hause: Manche DDR-Gerichte waren überall der Renner. Mit einfachen Zutaten und wenig Aufwand zubereitet, sind viele davon noch heute Klassiker und werden regelmäßig in Ostberliner Kantinen angeboten.
Würzfleisch gilt als das „Ragout Fin des Ostens“. Während man im Westen das Geschnetzelte mit Kalbfleisch kochte, behalf man sich in der DDR mit Schweinefleisch; das Weißweinaroma wurde oft mit Essig vorgetäuscht. Die besondere Note gibt dem Gericht die Würzflüssigkeit mit dem unaussprechlichen Namen: Worcestersoße. Ob man nun „Wuuuster“ oder „Worschester“ sagt – fehlen darf sie auf keinen Fall. (kmi.)
Zutaten
500g mageres Schweinefleisch
1l Fleisch- oder Gemüsebrühe
2 Zwiebeln, 2 EL Butter
4 EL Mehl
100ml Weißwein oder Essig
Saft einer halben Zitrone
150–200g Käse, frisch gerieben
1 Lorbeerblatt, 3 Körner Piment
Salz und Pfeffer, Worcestersauce
4 Scheiben Toastbrot
Zubereitung
Das Fleisch im Stück anbraten, die Zwiebeln dazugeben und anschwitzen. Mit Brühe aufgießen und das Lorbeerblatt, die Pimentkörner sowie Salz und Pfeffer hinzugeben. Das Fleisch in der Brühe kochen, bis es gar ist. Das gare Fleisch aus der Brühe nehmen, abkühlen lassen. In kleine Würfel schneiden. Die Brühe nicht weggießen, sie wird für die Soße gebraucht.
Butter in einer Pfanne erhitzen und das Mehl einrühren. Unter Rühren die Brühe hinzugeben und aufkochen lassen. Den Zitronensaft und den Weißwein (oder Essig) hinzufügen. Das Ganze noch einmal aufkochen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Nun die Fleischstücke wieder hinzugeben.
Das Würzfleisch in feuerfeste Förmchen füllen und mit Käse bestreuen. Etwa 10 Minuten bei 150 Grad im Backofen überbacken. Mit Toastbrot und Worcestersauce servieren.
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