Rheinmetall

Rheinmetall in Berlin: Zwölf Aktivisten blockieren Werk in Gesundbrunnen

Eine Person kletterte auf einen Baum, andere klebten sich fest. Die Scheringstraße ist gesperrt.

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Aktivisten protestieren am Gelände von Rheinmetall.

Aktivisten protestieren am Gelände von Rheinmetall.

© Malin Wunderlich/dpa

Am Berliner Standort des Rüstungskonzerns Rheinmetall haben Aktivisten am Montagmorgen erneut protestiert. Kurz vor 6 Uhr hätten sich zwölf Personen zu einem Firmengelände in Gesundbrunnen begeben und sich dort teilweise festgeklebt, teilte die Polizei Berlin auf der Plattform X mit.

Ein paar Demonstranten hätte man bereits loslösen können, so die Polizei. Zwei Menschen seien noch am Boden, zwei am Zaun festgeklebt, teilte ein Polizeisprecher der Berliner Zeitung mit. Eine Person sei auf einen Baum geklettert und befinde sich aktuell noch dort. Spezialkräfte wurden angefordert und seien nun eingetroffen, um sie von dort runter zu bekommen. Wie lang der Einsatz noch dauert, können die Einsatzkräfte nicht sagen. Für die Dauer der Maßnahmen ist die Scheringstraße gesperrt.

Die Protestaktion richtet sich gegen den Rüstungskonzern Rheinmetall, der an dem Standort ansässig ist.

Vierte Aktion in wenigen Wochen

Es ist bereits die vierte Protestaktion am Berliner Rheinmetall-Standort innerhalb weniger Wochen. Im April hatten sich sieben Aktivisten vor der Einfahrt des Unternehmens festgeklebt. Zwei Wochen zuvor waren Demonstranten auf das Dach des Gebäudes geklettert und hatten Farbe auf die Hausfassade gegossen. Bei früheren Aktionen führten die Protestierenden Transparente mit Bezug zum Nahost-Konflikt mit sich, unter anderem mit der Aufschrift „Kein Profit mit Völkermord“.

Hintergrund: Pläne zur Waffenproduktion in Wedding

Hintergrund der Proteste sind Pläne des Konzerns, am Berliner Standort Pierburg im Bezirk Mitte künftig Waffenteile herstellen zu lassen. Gegen dieses Vorhaben hatte die Linke bereits zu einer Demonstration am 10. Mai am Bahnhof Gesundbrunnen aufgerufen, die unter dem Motto „Soziales statt Aufrüstung! Keine Rheinmetall-Waffenproduktion im Wedding“ stand.

„In unserer direkten Nachbarschaft werden dann Munition und Waffenteile hergestellt, die weltweit exportiert werden“, erklärte der Berliner Landesverband der Linken in einer Mitteilung. Die Linke Tempelhof-Schöneberg fragte auf Instagram: „Waffenfabrik neben Grundschule, Wohnungen, Club und Park?!“ Die Veranstalter forderten eine Umstellung der Produktion auf sozial und ökologisch sinnvolle Alternativen, etwa den Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs.

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