Wahlkampf

Robert Habecks Hausbesuche: Würden Sie Friedrich Merz an Ihren Küchentisch einladen?

Auch wenn er als oberlehrerhaft gilt, geht Robert Habeck auf die Bürger zu. Medien stürzen sich auf die Auftritte. Gründe, warum sie sich für ihn auszahlen könnten.

Len Sander
4 Min
Verständnisvoller Blick: Vizekanzler Robert Habeck (Grüne) in seinem Küchentischformat.

Verständnisvoller Blick: Vizekanzler Robert Habeck (Grüne) in seinem Küchentischformat.

© Screenshot Youtube

Robert Habeck hat Auftrieb. Die Grünen kürten ihn bei ihrem Parteitag mit 96 Prozent Zustimmung zum Spitzenkandidaten – ein Wert, von dem manch ein Autokrat nur träumen kann; eine Alternative zu ihm wurde erst gar nicht zur Wahl gestellt. Die Umfragewerte seiner Partei steigen, wenn auch nur leicht. Er bekommt „Face Time“ in den Medien des Landes, am Sonntagabend konnte Caren Miosga in ihrem Zweiergespräch ihre Sympathie für den amtierenden Vizekanzler nur schwerlich verbergen. Gar nicht schlecht für jemanden, der sich noch vor wenigen Monaten metaphorisch in einer 0:4-Situation im Fußball sah.

In dem Video, mit dem er sich als Spitzenkandidat ins Spiel brachte, spielte der Küchentisch eine zentrale Rolle. Viel wurde daraufhin über dieses Symbol gerätselt. Am Sonntag erschien nun das erste Video einer Serie, in der Habeck mit Bürgern über ihre Nöte sprechen will – an ihren Küchentischen. Warum diese simple und etwas kitschige Geste für den Grünen funktionieren könnte und was das über Habecks Wahlkampf aussagt.

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