Die Rockerbande „Bandidos“ plant am Wochenende eine Demonstration in Berlin gegen das Kuttenverbot. Nach Angaben der Polizei wollen rund 900 Rocker in zwei Motorradkolonnen vom Olympischen Platz in Westend aus durch Berlin fahren.
Am Samstag startet um 12.30 die erste Motorradkolonne unter dem Motto „Keine Kollektivstrafen für Biker“ am Olympischen Platz. Sie fährt weiter über die Tauentzienstraße, die Straße des 17. Juni, Unter den Linden über den Treptower Park bis Alt-Rudow.
Kuttenverbot für Bandidos gilt seit 2017
Um 14 Uhr startet dann die zweite Motorradkolonne unter dem Motto: „Demonstration gegen das Insignienverbot des Bandidos MC“ebenfalls am Olympischen Platz. Weiter geht es dann über die Heerstraße, über die BAB100 und BAB111, zum Rasthof Stolper Heide bis nach Oranienburg.
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Die Bandidos wurden 1966 in Houston im US-Bundesstaat Texas gegründet. Nach den Hells Angels ist er der zweitgrößte Motorradclub weltweit. Seit dem März 2017 ist es den Bandidos durch ein neues verschärftes Vereinsgesetz in Deutschland verboten, ihre offiziellen Embleme in der Öffentlichkeit zu zeigen. Dagegen soll nun am Wochenende in Berlin demonstriert werden.
Der Sprecher der Gewerschaft der Polizei (GdP) Berlin, Benjamin Jendro sagte zu den angekündigten Demonstrationen: „Wer glaubt, dass sich die Rocker zur Ruhe gesetzt hätten, weil sie nicht mehr so häufig öffentlichkeitswirksam in Erscheinung treten, verkennt die Gefahr. Durch das Kuttenverbot und den Druck auf die Szene hat der Rechtsstaat ein klares und wichtiges Signal gesendet“. Doch weiterhin gebe es Chapters und Charters verschiedener MCs, „deren Protagonisten in zahlreichen OK-Bereichen wie Schutzgelderpressung, Prostitution, Drogenhandel oder illegaler Waffenhandel aktiv sind und deren Verbindungen zu Terrororganisationen immer mal aufleuchten“.
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