Einer der bekanntesten und ältesten Psychotests ist der sogenannte Rorschach-Test. Der Schweizer Psychiater Hermann Rorschach erfand diesen nach ihm benannten Versuch mit Tintenklecksbildern, der bis heute für Diagnosen eingesetzt wird. Bei dem Verfahren sollen die Assoziationen zu den Bildern über die psychische Gesundheit des Patienten Aufschluss geben.
Wir kennen das alle aus dem Kunstunterricht in der Grundschule: Man nehme ein Blatt Papier, mache einen Farbklecks in der Mitte und falte das Blatt, sodass beide Seiten sich einfärben. Faltet man das Papier wieder auseinander, ist ein symmetrisches Bild zu sehen. In diesem lassen sich dann - je nach Stimmung - alle möglichen Gegenstände oder Gefühle erkennen.
Rorschach glaubte, aus den zufälligen Interpretationen auf Persönlichkeit und seelische Leiden rückschließen zu können. Unter Fachleuten ist die Aussagekraft des berühmten Tests, der sogar in der US-Serie „Big Bang Theory“ vorkommt, allerdings umstritten. Psychologen, die damit arbeiten, nutzen standardisierten Sets aus je zehn Bildern. Damit lassen sich die Antworten verschiedener Probanden vergleichen. Bei der Analyse werden verschiedene Aspekte wie Form, Schattierung oder Farbe berücksichtigt.
In dem interaktiven Google-Doodle kann man per Mausklick ein Tintenklecksbild erstellen und dieses anschließend bei Facebook, Twitter oder Google Plus teilen - inklusive eigener Interpretation. Sollten Sie bei dieser noch Hilfe benötigen, empfehlen wir dieses YouTube-Video: Hier spielt ein Tutorial-Autor seinen (und Ihren) Geisteszustand anhand von Rorschachs Original-Tintenklecksen durch. (BLZ)
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