Natur

Rosarote Pracht: Kirschbäume in voller Blüte

An einigen Orten der Stadt ist die Kirschblüte schon vorbei, an anderen kann sie noch bewundert werden, zum Beispiel in der Berliner Hufeisensiedlung in Brit...

dpa
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Japanische Zier-Kirschen blühen in Britz.

Japanische Zier-Kirschen blühen in Britz.

© Jens Kalaene/dpa

Einst flanierten jährlich tausende Berliner durch die Straße und die Nachbarschaft, in der seit fast 70 Jahren auch das Britzer Baumblütenfest gefeiert wird - laut Veranstalter war es Ersatz für das Baumblütenfest in Werder, das die Westberliner nach dem Mauerbau nicht mehr besuchen konnten. Noch bis Sonntag ist der Rummel geöffnet. In Werder startet das Baumblütenfest in diesem Jahr Ende April zum 145. Mal.

Berlin hat zahlreiche japanische Zier-Kirschbäume, zum Teil kamen sie als Geschenke Japans nach dem Mauerfall. Eine Kirschblütenallee gibt es zum Beispiel auf dem früheren Todesstreifen nahe der S-Bahnstation Bornholmer Straße. Die Kirschbaum-Allee zwischen Teltow (Kreis Potsdam-Mittelmark) und Berlin-Lichterfelde liegt ebenfalls direkt auf dem ehemaligen Grenzstreifen. Auch in den Gärten der Welt stehen japanische Kirschbäume. An diesem Wochenende wird dort zum 16. Mal das Kirschblütenfest gefeiert, laut Veranstalter ein „rosarotes Kulturhighlight“. „Visit Berlin“ hat in einem Blog zahlreiche weitere Blütenorte zusammengestellt.

Die Onkel-Bräsig-Straße gilt mit ihren Kirschbäumen heute eher als Geheimtipp. Die Bäume in den privaten Vorgärten sind nicht in der „Cherry Blossom Map“ aufgelistet. Anhand der interaktiven Karte im Internet lässt sich herausfinden, wo in Berlin und 23 anderen europäischen Städten japanische Kirschbäume stehen. Die Karte basiert auf dem Baumkataster, das nur Bäume auf öffentlichem Straßenland enthält.

In Japan wird die Kirschblüte im ganzen Land gefeiert. „Hanami“ heißt die Tradition, was übersetzt so viel heißt wie „Blüten betrachten“. Nach Angaben der Botschaft des Landes ist die Blüte von März bis Mai Gesprächsthema Nummer eins. Während sich die weiß-rosa Blüten dort nach und nach in jedem Ort für jeweils wenige Tage öffneten, zögen die Menschen mit Familie, Freunden oder Kollegen in die Parks. Die Vergänglichkeit der Kirschblüte sei der Inbegriff japanischer Ästhetik, hieß es.

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