Mit gerade mal 26 Jahren hat er sein erstes Nummer-eins-Album produziert: Rostam Batmanglij. Damals noch für die von ihm mitgegründete Band Vampire Weekend, die in den späten 2000er- und frühen 2010er-Jahren dem US-amerikanischen Indie-Pop einen sehr globalen Anstrich gaben und dafür riesig gefeiert wurden. Inzwischen macht Batmanglij, dreifach Grammy-nominiert, unter seinem Vornamen Rostam, der zugleich sein Künstlername ist, allein Musik. Wer ist dieser Mann, was treibt ihn an?
Herr Batmanglij, wenn wir auf Ihre Geschichte zurückblicken: Als Vampire Weekend bekannt wurde, verglichen Kritiker Ihre Musik oft mit Paul Simons Global-Pop-Album „Graceland“ von 1986.
Es ist amüsant, im Rückblick darauf zu schauen. Ich erinnere mich zum Beispiel an eine britische Zeitung, die eigens einen Musikwissenschaftler engagierte – natürlich einen weißen Typen –, um fundiert zu klären, wie „afrikanisch“ unsere Musik denn nun wirklich sei. Der „Graceland“-Vergleich ist uns ständig angeheftet worden, dabei klingt eigentlich nichts vom ersten Album danach. Beim zweiten Album könnte man allenfalls „White Sky“ heranziehen, aber sonst? Nichts.
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Pop
Rostam von Vampire Weekend vor seinem Berghain-Konzert: „FKK finde ich cool“
Viele kannten ihn bis 2016 als Teil von Vampire Weekend. Inzwischen macht Rostam Batmanglij solo Musik. Ein Gespräch über Iran, USA, Berlin – und wie Musik Welten zusammenbringen kann.
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„Heute verstehe ich sehr viel klarer als mit 22, was es bedeutet, Künstler zu sein“: Rostam vor einer modifizierten USA-Flagge
© Matthew Weinberger