Dschungelcamp

Kader Loth und die Angst vor Schlangen in der Vagina

„Honey“ wird „Beeebiii“ und Jens Büchner wird Brad Pitt. Fünf Wahrheiten aus Folge 5.

Nina Kirstan
6 Min
Drei volle Minuten muss Kader Loth es auf dem Rücken liegend in der dunkeln Schlangen-Kammer aushalten.

Drei volle Minuten muss Kader Loth es auf dem Rücken liegend in der dunkeln Schlangen-Kammer aushalten.

© RTL

Das ist in Folge 5 passiert: Wieder einmal muss Kader Loth in die Dschungelprüfung. Wieder einmal schürt dieser Umstand ihre Aggressionen: Während sie die Prüfung ausnahmsweise erfolgreich absolviert, beschwört sie ihren Hass auf die Zuschauer und Moderatoren. Dass Kader es schafft, neun Sterne zu sammeln, ist einzig und allein dem Umstand geschuldet, dass RTL sie in die leichteste aller Prüfungen schickt (siehe dazu auch: Wahrheit Nr. 1). Natürlich macht sie sich beim Anblick der in der Höhle lebenden Reptilien trotzdem in die Hose, und schreit laut auf, als eine Babypython sie in die Hand zwickt. Am Ende ist sie felsenfest davon überzeugt, die Schlangen seien bis in ihre Vagina gekrochen.

Als nicht wirklich schweißtreibend entpuppt sich auch die Challenge von Alexander „Honey“ Keen und Sarah Joelle Jahnel. Mit Hilfe von Spachtel und Löffel sollen sie ihren Schweiß in ein Reagenzglas leiten. Doch „Honey“ leidet zu sehr unter einer imaginierten Bronchitis, um sich wirklich ins Zeug zu legen. Und auch Sport-Muffel Sarah belässt es bei ein paar Kniebeugen.

Im weiteren Verlauf der Folge wird Hanka Rackwitz in allen erdenklichen Gemütslagen gezeigt: hysterisch ins Dschungeltelefon schluchzend, fröhlich durchs Camp tanzend sowie creepy durch das nächtliche Lager schleichend.

Eine große Überraschung erleben die Zuschauer und wohl auch Hanka selbst, als sie am Ende gemeinsam mit Nicole Mieth in die nächste Dschungelprüfung gewählt wird und sich in einem Anflug von Teamgeist von ihr umarmen lässt.

Also: Wer, wie, was? Wie zickig, wie nackig, wie eklig? Und vor allem – warum? Fünf Wahrheiten aus Folge 5: 

RTL entdeckt mit Kader Loth sein soziales Gewissen

Nachdem RTL sich lange dem Vorwurf stellen musste, „Ich bin ein Star, holt mich hier raus“ trüge sadistische, gar menschenrechtsverletzende Züge, scheint der Trash-Sender endlich Zugang zu seinem sozialen Gewissen gefunden zu haben. Denn dass ausgerechnet Dschungel-Niete Kader Loth neun (neun!!!) Sterne einsacken durfte, kann nur als großzügiger Akt der Nächstenliebe verstanden werden. Hand aufs Herz, RTL, die Dschungelprüfung war absichtlich so leicht, oder? Drei Minuten nichts zu tun und dabei keine Schlange zu zerquetschen, das war sogar für Kader Loth zu schaffen. 

Zigaretten helfen nicht gegen eingebildete Bronchitis

Was hilft gegen eine Phantom-Erkältung? Spoiler-Alarm: Zigaretten sind es, entgegen der Meinung von Dr. Marc Terenzi und seinem Patienten Alexander „Honey“ Keen, nicht. Denn wer nicht krank ist, dem hilft auch keine Medizin. 

Doch fangen wir von vorn an: Bevor der selbst deklarierte Bronchitis-Patient zur Dschungel-Challenge gerufen wurde, machte er ungefähr hundert Schlusssprünge und rauchte circa drei Zigaretten. Als es dann ans Eingemachte ging, ging auch das Hüsteln los. „Honey“ blieb seinen Einsatz schuldig. Der Grund: Eine Zigarette, die lässig im Mundwinkel hängt, macht sich auf dem Fernsehbildschirm eben viel besser als eine verschwitzt-verklebte Frisur.

Tag 5 in Bildern

Schweiß, Schweiß, Baby: Sarah Joelle Jahnel und ihr Mitstreiter Alexander „Honey“ Keen sollen ein Reagenzglas mit ihrem Schweiß befüllen. Sarah ringt sich zumindest einen Tropfen ab.

Schweiß, Schweiß, Baby: Sarah Joelle Jahnel und ihr Mitstreiter Alexander „Honey“ Keen sollen ein Reagenzglas mit ihrem Schweiß befüllen. Sarah ringt sich zumindest einen Tropfen ab.

© RTL

Für Sarah Joelle Jahnel und Alexander „Honey“ Keen steht eigentlich körperliche Betätigung auf dem Programm. Doch „Honey“ ist – auch wenn Dr. Bob etwas anderes attestiert – schwer krank und lässt Sarah die meiste Zeit allein herumhampeln.  

Für Sarah Joelle Jahnel und Alexander „Honey“ Keen steht eigentlich körperliche Betätigung auf dem Programm. Doch „Honey“ ist – auch wenn Dr. Bob etwas anderes attestiert – schwer krank und lässt Sarah die meiste Zeit allein herumhampeln.  

© RTL

Zumindest in dieser Hinsicht gebührt Kader Loth der Titel des Publikumlieblings: Zum dritten Mal in Folge haben die Zuschauer sie in die Dschungelprüfung gewählt.

Zumindest in dieser Hinsicht gebührt Kader Loth der Titel des Publikumlieblings: Zum dritten Mal in Folge haben die Zuschauer sie in die Dschungelprüfung gewählt.

© RTL

Markus Majowski hat wenig Mitleid mit Nervensäge Kader Loth.

Markus Majowski hat wenig Mitleid mit Nervensäge Kader Loth.

© RTL

Drei volle Minuten muss Kader Loth es auf dem Rücken liegend in der dunkeln Schlangen-Kammer aushalten.

Drei volle Minuten muss Kader Loth es auf dem Rücken liegend in der dunkeln Schlangen-Kammer aushalten.

© RTL

Während ihre Mitstreiter alle schlafen, sitzen Gina-Lisa Lohfink und Alexander „Honey“ Keen am Lagerfeuer.

Während ihre Mitstreiter alle schlafen, sitzen Gina-Lisa Lohfink und Alexander „Honey“ Keen am Lagerfeuer.

© RTL

Thomas Häßler macht für die Frosch-Phobikerin Kader Loth Jagd auf den Quaker, findet aber nur einen ekligen Tausendfüßler.

Thomas Häßler macht für die Frosch-Phobikerin Kader Loth Jagd auf den Quaker, findet aber nur einen ekligen Tausendfüßler.

© RTL

Alexander „Honey“ Keen hüpft über Baumstämme. Ein makelloses Sixpack braucht schließlich Zuwendung, „Bronchitis“ hin oder her.

Alexander „Honey“ Keen hüpft über Baumstämme. Ein makelloses Sixpack braucht schließlich Zuwendung, „Bronchitis“ hin oder her.

© RTL

Gina-Lisa Lohfink lässt im Dschungeltelefon Luft über die Probleme der Camp-Zusammenlegung ab.

Gina-Lisa Lohfink lässt im Dschungeltelefon Luft über die Probleme der Camp-Zusammenlegung ab.

© RTL

Hanka Rackwitz geht allen auf die Nerven.

Hanka Rackwitz geht allen auf die Nerven.

© RTL

Ein bisschen creepy ist unsere Hanka Rackwitz ja schon: Nachts wandert sie im Camp umher und beobachtet ihre Mitstreiter beim Schlafen.

Ein bisschen creepy ist unsere Hanka Rackwitz ja schon: Nachts wandert sie im Camp umher und beobachtet ihre Mitstreiter beim Schlafen.

© RTL

Adé „Honey“, du heißt jetzt „Beeebiii“

Dass Gina-Lisa Lohfink und Alexander „Honey“ Keen sich ausnehmend gut verstehen, ist seit Tagen für alle deutschsprachigen Boulevard-Medien von der Nordseeküste bis Tirol Anlass zur Freude. Es sieht ganz danach aus, als würde aus den beiden das nächste auflagen-, klick- und quotenbringende Urwald-Liebespaar. 

Als er, ganz der gestählte Tarzan, bei der Schweiß-Challenge antreten musste, flötete sie, ganz die unterstützende und liebreizende Jane: „Beeebiii, du schaffst das!“ Ein Mann ist eben nur so gut wie der Spitzname, den ihm seine aktuelle Flamme verpasst. 

Schlaf-Voyeurismus stört die Romantik

Was stört das romantische Knistern der Zweisamkeit am Lagerfeuer am meisten? Genau, eine dritte Person. Vor allem, wenn sie Hanka Rackwitz heißt und die äußerst gewöhnungsbedürftige Angewohnheit pflegt, nachts umherzuwandern und Menschen beim Schlafen zu beobachten. Gina-Lisa Lohfink und ihr „Beeebiii“ jedenfalls sind sich einig: Hankas Verhalten ist einfach nur creepy. Und wie unterscheidet sich normales Dschungel-Verhalten von creepy Dschungel-Verhalten? Gina-Lisa weiß die Antwort: „Na wenn's normal wäre, dann würden wir das ja alle so machen!“ Nur das wiederum wäre in der Welt da draußen auch creepy – wenn alle, also wirklich alle, immer dasselbe machen würden. 

„Strippen, Sex und all that kind of stuff“ ist keine richtige Arbeit  

Wer hätte nach dem verrückten Vagina-Spruch noch gedacht, dass ausgerechnet Kader Loth sich als die Bodenständigste der Camper entpuppen würde? Während Marc Terenzi zugab, er verdiene sein Geld hauptsächlich mit „Strippen, Sex und all that kind of stuff“, trumpfte die 44-jährige Silikon-Bombe unverhofft mit grundehrlicher Berufserfahrung auf: In ihrem echten Leben ist sie Sekretärin. Wow. Das hätte man doch nun wirklich nicht erwartet – zumal es ihr offenkundig ein wenig zu schwer fiel, sich bei der Dschungelprüfung an die einfachsten Anweisungen der Moderatoren zu halten. 

Jens Büchner, der bisher mit seinem „Ich bin ein einfacher Mann aus dem Volk“-Habitus die Zuschauer-Sympathien für sich gewinnen konnte, gab sich weit weniger realistisch: „Wenn man sich einen Namen gemacht hat, kann man in der Medienbranche immer wieder Fuß fassen.“ Nun ja. Brad Pitt, George Clooney, Jens Büchner ... 

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