20-Jährige konnte sich nicht bewegen

Junge Männer bestehlen Unfallopfer nach Sturz

Täter sind flüchtig, Zeuge wurde ins Gesicht geschlagen. Polizei bittet um Hinweise.

Lutz Schnedelbach
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Symbolbild

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© imago/Ralph Peters

Bei einem Rettungseinsatz wurde das Opfer bestohlen, ein Zeuge verletzt und die Sanitäter beschimpft. Es geschah am Sonntagmorgen in Rummelsburg: Nach den bisherigen Ermittlungen der Kriminalpolizei alarmierten zwei Jugendliche, 17 und 18 Jahre alt, die Feuerwehr gegen 4.30 Uhr in die Köpenicker Chaussee. Der Grund: Eine Freundin von ihnen war mit dem Fahrrad auf der Köpenicker Chaussee unterwegs und dabei vom Rad gestürzt. Sie war so schwer verletzt, dass sie sich nicht mehr selbst bewegen konnte.

Sanitäter fuhren zu ihr und kümmerten sich um die 20 Jahre alte Frau. Während der Behandlung liefen sechs junge Männer an dem Rettungswagen vorbei. Drei von ihnen kamen kurz darauf noch einmal zurück und wünschten der jungen Frau gute Besserung. Anschließend verwickelte einer des Trios die jugendlichen Begleiter der Frau in ein Gespräch. Währenddessen schnappten sich seine beiden Komplizen das Fahrrad der Gestürzten sowie das Fahrrad des 18-Jährigen und flüchteten damit.

Nach Fahrraddiebstahl in Rummelsburg: Täter schlug 18-Jährigem ins Gesicht

Der dritte Mann lief den Fahrraddieben hinterher. Das bemerkte der 18-Jährige und folgte ihm, ebenfalls zu Fuß. Ihm gelang es, ihn einzuholen. Nach einer kurzen Auseinandersetzung schlug der Täter dem 18-Jährigen mit der Faust ins Gesicht. Die Wucht des Schlages war so heftig , dass das Opfer eine Platzwunde im Gesicht erlitt und ein Stück eines Zahnes abbrach. Die Sanitäter bekamen den Angriff mit und fuhren mit ihrem Rettungswagen hinterher. Als sie auf gleicher Höhe waren, sprach ein 29 Jahre alter Sanitäter einen der Tatverdächtigen auf einem der gestohlenen Räder an.

Daraufhin beschimpfte und bedrohte der Täter den Helfer. Die Fahrraddiebe sprangen von den Rädern und flüchteten zu dritt zu Fuß in Richtung Blockdammweg. Die 20-Jährige und der 18-Jährige wurden zu ambulanten Behandlungen in ein Krankenhaus gebracht. Zeugen werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden. Hinweise nimmt jede Polizeidienststelle entgegen.

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