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Oper

„Rusalka“ an der Staatsoper scheitert als unscharf durchgeführtes Sozialdrama – aber wieso?

Passt irgendwie – aber irgendwie auch nicht: Kornél Mundruczó verlegt „Rusalka“ an der Staatsoper Unter den Linden radikal in die Berliner Gegenwart. Eine Kritik.

Peter Uehling
Peter Uehling
5 Min
Christiane Karg als Titelheldin und Wasserwesen Rusalka an der Staatsoper Unter den Linden

Christiane Karg als Titelheldin und Wasserwesen Rusalka an der Staatsoper Unter den Linden

© Frank Gaeth/imago

Die Wasserwesen-Romantik um Undine und Melusine, im Grunde alle Romantik war längst vorbei, als Antonín Dvořák im Jahr 1900 seine romantische Wasserwesen-Oper „Rusalka“ komponierte. Wasserwesen waren, etwa in der Gestalt der auch ziemlich wässrigen Debussy-Maeterlinck’schen Melisande, ins Symbolistische übergegangen oder liefen als Jugendstilranken aus. Zuweilen hält Dvořák noch immer an seiner bewährt böhmischen Ausprägung einer sich allmählich verflüchtigenden Tonalität fest. Aber zuweilen schiebt er seine Musik über einige Wagner’sche Rätselharmonien ins Impressionistische vor bis zu jener sonderbaren Nebeneinanderstellung von Dur-Akkorden im meilenweiten Tritonus-Abstand im Schlussduett des dritten Akts.

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