Immer mehr Öltanker aus Russlands sogenannter Schattenflotte wählen offenbar eine Route durch deutsche Gewässer vor Rügen. Laut Greenpeace nutzte im vergleichbaren Vorjahreszeitraum kein einziges dieser Schiffe die Strecke. In diesem Frühjahr waren es bereits Dutzende. Die Bundesregierung will nun den Druck erhöhen und nennt Einfahrtverbote in deutsche Hoheitsgewässer als Teil ihres Maßnahmenpakets. Das teilt das Bundesinnenministerium (BMI) auf Anfrage der Berliner Zeitung mit.
Zuvor hatte Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Christian Pegel (SPD) ein entschiedeneres Vorgehen des Bundes gefordert. „Wenn die Bundesregierung verschärfte Maßnahmen plant, sollten insbesondere die besonders maroden und nur einwandigen Öltanker zuallererst in den Blick genommen werden“, sagte Pegel der Ostsee-Zeitung (OZ). Ein Unglück mit diesen Schiffen hätte „verheerende Folgen für Natur und Tourismus im Ostseeraum“, so der SPD-Politiker.
Russland-Sanktionen
Russische Öltanker drängen in deutsche Gewässer: Jetzt reagiert die Bundesregierung
Schweden kontrolliert verdächtige Tanker, immer mehr weichen nach Rügen aus. Das Bundesinnenministerium sagt nun, wie Deutschland reagieren will.
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Die „Eventin“ wird Russlands sogenannter Schattenflotte zugerechnet. Wegen weiterer Tanker vor Rügen prüft die Bundesregierung nun Einfahrtverbote.
© Stefan Sauer/dpa