Krieg in der Ukraine

Russische Rekruten frieren kostenlos ihr Sperma ein

Das russische Gesundheitsministerium bietet Männern, die im Rahmen der Teilmobilmachung in den Krieg geschickt werden, „kostenlose Aufbewahrung von Keimzelle...

dpa
2 Min
ARCHIV - Ein russischer Soldat in der Ukraine: Offenbar wollen viele Männer, die in der Ukraine fallen könnten, mit eingefrorenem Samen ihren Nachwuchs sichern.

ARCHIV - Ein russischer Soldat in der Ukraine: Offenbar wollen viele Männer, die in der Ukraine fallen könnten, mit eingefrorenem Samen ihren Nachwuchs sichern.

© AP/dpa

„Das russische Gesundheitsministerium hat festgelegt, die kostenlose Konservierung und Aufbewahrung von Keimzellen (Sperma) von Bürgern, die für die Teilnahme an der militärischen Spezialoperation mobilisiert wurden, durch die Finanzierung aus Haushaltsmitteln zu ermöglichen“, sagte der Leiter der russischen Anwaltsvereinigung, Igor Trunow, der staatlichen Nachrichtenagentur Tass. Trunow vertritt Klienten, die ihre Samen einfrieren lassen wollen.

In den vergangenen Wochen hatte es Medienberichte gegeben, wonach die Nachfrage nach Spermabanken bei Russen im Zuge der Mobilmachung deutlich zugenommen hat. Der Grund sei, dass Männer, die in Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine fallen könnten, zumindest auf diese Weise ihren Nachwuchs sichern wollten. Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums vom Herbst sind bisher rund 6000 russische Soldaten ums Leben gekommen. Die Ukraine hat die russischen Verluste hingegen zuletzt auf 100.000 Soldaten geschätzt.

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