Eigenen Angaben zufolge hat Russland bei einer Gegenoffensive gegen ukrainische Truppen in der westrussischen Region Kursk inzwischen „mehr als hundert Quadratkilometer“ zurückerobert. Zwölf Ortschaften seien „befreit“ worden, teilte das russische Verteidigungsministerium am Dienstag mit. Laut der ukrainischen Zeitung Kyiv Independent äußerte sich das ukrainische Militär zunächst nicht dazu. Russlands Angaben konnten weiterhin nicht unabhängig überprüft werden, heißt es.
Bereits in den vergangenen Tagen hatte Moskau in Kursk Fortschritte gemeldet, während die Ukraine ankündigte, ihre Streitkräfte in der Region zu „verstärken“. So meldete etwa das russische Verteidigungsministerium am Sonntag, dass drei Siedlungen in der Region Kursk unter die Kontrolle der russischen Streitkräfte geraten seien.
Am Montag hatte Oleksandr Syrskyj, Oberkommandierender der Streitkräfte der Ukraine, in einem Statement auf Facebook mitgeteilt, dass die Situation in Kursk „unter der Kontrolle der Verteidigungskräfte der Ukraine“ stehe. Einige der von Russland erwähnten Siedlungen seien bereits in der Vergangenheit durch russische Angriffe zerstört worden und „existieren eigentlich nicht mehr“, so Syrskyj. Zudem hätten die russischen Truppen, die laut Syrskyj von nordkoreanischen Soldaten unterstützt werden, starke Verluste erlitten.
Die Ukraine hatte im vergangenen Sommer eine Offensive in die grenznahe russische Region Kursk gestartet. Russland gelang es nach eigenen Angaben inzwischen jedoch, einen großen Teil des von der Ukraine eroberten Gebietes wieder unter seine Kontrolle zu bringen.
In der vergangenen Nacht meldete Russland zudem einen „massiven“ ukrainischen Drohnenangriff. Insgesamt wurden nach russischen Angaben in der Nacht mehr als 300 Drohnen abgeschossen, die meisten von ihnen in der Hauptstadtregion sowie in der Grenzregion Kursk. Dabei seien mindestens zwei Menschen getötet worden, drei weitere wurden demnach verletzt.
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