Krieg

Russland schlägt Termin und Ort für neue Gespräche mit der Ukraine vor

Moskau will am Montag ein Memorandum zur Beendigung des Kriegs präsentieren – und ist bereit für direkte Gespräche in Istanbul. Die Ukraine will vorher die Friedensbedingungen sehen.

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Russlands Außenminister Sergej Lawrow

Russlands Außenminister Sergej Lawrow

© imago

Russland hat eine zweite Runde direkter Gespräche mit der Ukraine in Istanbul vorgeschlagen. Dies erklärte der russische Außenminister Sergej Lawrow am Mittwoch. Demnach wolle die russische Seite ihr „Memorandum“ für eine Beendigung des Ukraine-Konflikts am kommenden Montag präsentieren. In der Erklärung Lawrows hieß es: „Unsere Delegation unter der Leitung von (Wladimir) Medinski ist bereit, dieses Memorandum der ukrainischen Delegation vorzulegen und die notwendigen Erklärungen (...) abzugeben.“

Lawrow dankte den „türkischen Partnern“ und betonte, er hoffe, dass „alle, die aufrichtig am Erfolg des Friedensprozesses interessiert sind“, die zweite Verhandlungsrunde unterstützten.

Russischer Verhandlungsleiter: Ukraine berät sich noch

Der russische Präsidentenberater Wladimir Medinski, der die Moskauer Delegation in den laufenden Verhandlungen leitet, teilte auf Telegram mit: „Die ukrainische Seite hat sich beraten, und es scheint, dass diese Konsultationen einige Zeit in Anspruch nehmen. Wir sind bereit, uns zum vereinbarten Termin – in den nächsten Tagen – persönlich zu treffen, um mit der Arbeit zu beginnen.“

Die Ukraine erklärte sich daraufhin zu einem erneuten Treffen mit Unterhändlern Moskaus bereits, will aber vorher die russischen Friedensbedingungen sehen. Dies teilte der ukrainische Verhandlungsführer und Verteidigungsminister Rustem Umerow am Mittwochabend im Onlinedienst X mit.

Delegationen aus Russland und der Ukraine hatten am 16. Mai zum ersten Mal seit mehr als drei Jahren direkte Gespräche geführt. Das Treffen in der türkischen Metropole Istanbul endete ohne Annäherung in der Frage einer Waffenruhe. Allerdings wurde ein großer Gefangenenaustausch vereinbart, der mittlerweile abgeschlossen ist.

Einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters zufolge, der am Mittwoch veröffentlicht wurde, fordert Russland Präsident Wladimir Putin unter anderem eine schriftliche Zusicherung westlicher Staats- und Regierungschefs, dass die Nato nicht weiter nach Osten ausgedehnt wird. Auch eine teilweise Aufhebung der Sanktionen gegen Russland gehöre zu seinen Bedingungen. (mit AFP)

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