Energieversorgung

Russland-Verbot und LNG-Knappheit: Europas Gas wird teurer und riskanter

Die EU ersetzt russisches Gas zunehmend durch LNG. Doch Iran-Krise und knappe Lieferungen treiben Preise – und setzen Europas Gasspeicher weiter unter Druck.

8 Min
Der LNG-Tanker Iberica vor Rügen

Der LNG-Tanker Iberica vor Rügen

© IMAGO/imageBROKER/Klaus-Dieter Möbus

Europas Energieversorgung steht vor einem tiefgreifenden Umbau. Ende Januar beschloss die EU endgültig, die Einfuhr von Gas aus Russland ab 2027 vollständig zu verbieten. Der Schritt markiert einen grundlegenden Wandel des europäischen Gasmarktes – und könnte teuer und riskant werden.

Vor Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine lag der russische Anteil an den EU-Gasimporten noch bei rund 45 Prozent, 2025 waren es nur noch etwa 13 Prozent. Stattdessen setzt Europa zunehmend auf Flüssigerdgas (LNG) – vor allem aus den USA. Der Anteil von LNG an der EU-Gasversorgung stieg von rund 19 Prozent im Jahr 2021 auf mehr als 43 Prozent im vergangenen Jahr. Doch der Umbau hat seinen Preis: US-LNG ist teils deutlich teurer als russisches Pipelinegas. Zugleich zeigen geopolitische Spannungen wie die Iran-Krise, wie anfällig der globale LNG-Handel ist.

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