Das russische Außenministerium hat die Ankündigung Frankreichs, sein Atomwaffenarsenal zu erweitern, scharf kritisiert. Moskau bezeichnete die Pläne laut einem Bericht der in London erscheinenden arabischen Tageszeitung Asharq Al-Awsat als „destabilisierend“ und warnte vor negativen Konsequenzen für die Sicherheitslage auf dem europäischen Kontinent.
Frankreich hatte zuvor angekündigt, seine nuklearen Kapazitäten ausbauen zu wollen. Paris bezeichnet die Aufrüstung als notwendigen Schritt zur Sicherung der eigenen Verteidigungsfähigkeit. Frankreich ist neben Großbritannien das einzige Land der Europäischen Union, das über eigene Atomwaffen verfügt, und unterhält sowohl seegestützte als auch luftgestützte nukleare Trägersysteme.
Moskau warnt vor härterer Konfrontation
Das russische Außenministerium argumentiert laut US News & World Report, dass eine solche Aufrüstung bestehende Rüstungskontrollmechanismen untergrabe und das Risiko einer nuklearen Eskalation erhöhe. Russland fordert stattdessen Verhandlungen über Abrüstung und strategische Stabilität.
Die Auseinandersetzung fällt in eine Phase, in der die Beziehungen zwischen Russland und westlichen Staaten auf einem Tiefpunkt angelangt sind. Die gegenseitigen Vorwürfe zur Nuklearpolitik verschärfen die ohnehin angespannte Lage zusätzlich. Moskau warnt wiederholt davor, dass westliche Aufrüstungsschritte die Gefahr einer militärischen Konfrontation vergrößern könnten.
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