Zukunftsmärkte

Sächsisch-vietnamesischer Ingenieur in Hanoi: „Man arbeitet quasi 24 Stunden“

Anh Tuan Nguyen führt in Hanoi ein Ingenieurteam. Er erklärt die deutsche Autokrise und warum zukünftig weniger Vietnamesen nach Deutschland kommen werden.

9 Min
Feierabendverkehr in der Millionenmetropole Hanoi: Die Infrastruktur von Vietnam entwickelt sich in rasendem Tempo.

Feierabendverkehr in der Millionenmetropole Hanoi: Die Infrastruktur von Vietnam entwickelt sich in rasendem Tempo.

© Olaf Schubert/Imago/imagobroker

Anh Tuan Nguyen, Jahrgang 1984, ist gebürtiger Hanoier und aufgewachsen in der Region Dresden. Sein Vater arbeitete Ende der 1980er-Jahre als Gastarbeiter in der DDR, unter anderem beim Reifenwerk Heidenau. Nach dem Mauerfall blieb die Familie, Tuan absolvierte Schule und Studium in Sachsen und wurde Ingenieur für Fahrzeugtechnik.

Heute leitet er in Hanoi den deutschen Ingenieurdienstleister Ocoten Engineering, der deutsche Erstaustatter in der Automobilbranche (OEMs) aus Vietnam heraus mit Konstruktion, Design und Komponentenentwicklung beliefert. Mit dieser Zeitung führte er ein Gespräch über seine Biografie, die Krise der deutschen Autobranche, den Aufstieg der chinesischen Konkurrenz – und den Blick von außen auf ein zunehmend unzufriedenes Deutschland.

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