Obstanbau

Saisonstart: Rechnen Sachsens Erdbeerbauern mit einer guten Ernte?

Der sächsische Obstbauverband äußert sich zu den Aussichten der diesjährigen Erdbeerernte. Es zeichnet sich ein langfristiger Trend ab.

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Sachsens Erdbeerbauern erwarten 1400 Tonnen Ernte.

Sachsens Erdbeerbauern erwarten 1400 Tonnen Ernte.

© imago stock&people

Der sächsische Obstbauverband startet zuversichtlich in die diesjährige Erdbeersaison. Auf einer Anbaufläche von 175 Hektar im Verbandsgebiet werde mit einer Ernte von rund 1400 Tonnen in guter Qualität gerechnet, sagte Verbandschef Jörg Geitel beim offiziellen Saisonauftakt in Zittau. „Jetzt geht es richtig los“, so Geitel. Die Preise orientierten sich am Vorjahresniveau und lägen zwischen 4,50 und 6,50 Euro pro 500 Gramm.

Nach Angaben des sächsischen Agrarministeriums in Dresden verzehren die Sachsen pro Kopf und Jahr knapp drei Kilogramm Erdbeeren. Die Frucht zählt damit zu den am häufigsten gekauften Obstsorten in Deutschland.

Den Absatz im Handel bezeichnete Geitel bislang als gut. Bislang sei nur wenig deutsche Ware auf dem Markt gewesen, in den Hofläden gebe es zudem kaum Konkurrenzdruck aus dem europäischen Ausland. Im Einzelhandel hingegen drücke vor allem Ware aus Polen und Spanien auf die Preise.

Weniger Betriebe, kleinere Ernten

Die Erdbeere ist die dominierende Beerenobstkultur im sächsischen Obstbau. Die Angaben zur Anbaufläche unterscheiden sich allerdings: Während das Agrarministerium die Fläche mit 240 Hektar beziffert, nennt der Verband für dieses Jahr 175 Hektar.

Langfristig zeichnet sich ein rückläufiger Trend ab. Laut Statistischem Landesamt ist die Zahl der Erdbeerbetriebe in den vergangenen zehn Jahren um 21 auf nunmehr 70 gesunken. Noch deutlicher fiel der Rückgang bei den Erntemengen aus: Lag die Ernte 2015 bei mehr als drei Tonnen, wird für dieses Jahr nicht einmal die Hälfte davon erwartet.

Wie in weiten Teilen der Landwirtschaft und des Obstbaus lässt sich auch bei der Erdbeerernte der Personalbedarf nicht mit einheimischen Arbeitskräften decken. Nach Angaben der Arbeitsagentur stellen ausländische Arbeitskräfte rund ein Viertel der Saisonjobs in der sächsischen Landwirtschaft. Die meisten von ihnen kommen aus Osteuropa, vor allem aus Rumänien, Polen, Bulgarien und Tschechien.

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