US-Flugaufsichtsbehörde FAA

Sauerstoffmasken in mehr als 2600 Boeing-Maschinen müssen überprüft werden

Die US-Flugaufsichtsbehörde FAA ordnet die Inspektion von Sauerstoffmasken in Boeing-737-Maschinen an. Es gebe Hinweise darauf, dass sie verrutscht seien.

Team News AFP/BLZ
2 Min
Die FAA zeigt sich besorgt, dass die Sauerstoffmasken in Boeing-737-Maschinen im Notfall nicht funktionieren könnten.

Die FAA zeigt sich besorgt, dass die Sauerstoffmasken in Boeing-737-Maschinen im Notfall nicht funktionieren könnten.

© Zoonar/Imago

Wegen möglicher Probleme mit der Sauerstoffversorgung im Notfall hat die US-Flugaufsichtsbehörde FAA Inspektionen in mehr als 2600 Boeing-737-Maschinen  angeordnet. Die Fluggesellschaften müssen innerhalb von 120 bis 150 Tagen überprüfen, ob die Sauerstoffgeneratoren korrekt angebracht sind, wie die FAA am Montag mitteilte. Boeing steht bereits seit Monaten in den USA wegen Vorwürfen zu Sicherheitsmängeln an seinen Flugzeugen unter starkem Druck.

Die FAA zeigte sich nun besorgt, dass die Sauerstoffmasken in Boeing-737-Maschinen im Notfall nicht funktionieren könnten. Sie ordnete deshalb an, dass in 2612 in den USA registrierten Maschinen der Typen 737-8, -9, -8200, -700, -800 und -900ER die Anbringung der Sauerstoffgeneratoren kontrolliert wird. Betroffen sind also Modelle sowohl älterer als auch neuer Generationen.

Die Generatoren sind über Schläuche mit den Sauerstoffmasken verbunden, die bei raschem Druckabfall in der Kabine aus der Decke über den Passagiersitzen fallen. Generatoren wie Masken befinden sich in als PSUs (Passenger Service Units) bezeichneten Einbauelementen unterhalb der Gepäckfächer. Zu diesen Service-Einheiten gehören auch die Belüftung, Lampen und Lautsprecher.

Sauerstoffgeneratoren könnten in manchen Boeing-Maschinen verrutscht sein

Die FAA hatte nach eigenen Angaben Hinweise erhalten, wonach die Sauerstoffgeneratoren in manchen Maschinen wegen mangelhafter Aufhängung verrutscht sind. Die Behörde wies die Airlines deshalb an, „falls nötig“ für eine korrekte Anbringung zu sorgen. Die FAA ging aber nicht so weit, ein vorläufiges Flugverbot für die betroffenen Maschinen zu verhängen. Von Boeing lag zunächst keine Stellungnahme zu dem möglichen Sauerstoffproblem vor.

Seit Jahresbeginn hatten mehrere technische Pannen bei Boeing-Maschinen für Verunsicherung gesorgt. Besonders großen Wirbel verursachte ein Vorfall im Januar, bei dem einer 737 MAX 9 der Alaska Airlines während des Fluges eine Kabinentürabdeckung abgefallen war, die Maschine musste notlanden. Die FAA begrenzte daraufhin die Produktion der 737 MAX auf 38 pro Monat und damit auf das Niveau von 2023.

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