Wie russische Medien in der vergangenen Woche berichteten, hat ein schachspielender Roboter, offenbar verunsichert durch die schnelle Reaktion eines siebenjährigen Jungen, dessen Finger während einer Partie bei den Moscow Open kurzerhand gebrochen.
Sergey Smagin, Vizepräsident des russischen Schachverbands, sagte gegenüber dem Nachrichtenportal Baza, der Roboter habe sich auf den Jungen gestürzt, nachdem er eine seiner Figuren genommen hatte. Anstatt zu warten, bis die Maschine ihren Zug beendet hat, entschied sich der Junge für einen schnellen Gegenangriff.
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Die Maschine griff daraufhin den Finger des Jungen und ließ ihn nicht mehr los. „Menschen eilten zu Hilfe und zogen den Finger des jungen Spielers heraus, aber der Bruch konnte nicht verhindert werden“, heißt es auf der Website von Baza. Der Vorfall wurde gefilmt und anschließend in den sozialen Netzwerken verbreitet.
Die Nachrichtenseite nannte den Jungen Christopher und fügte hinzu, er sei einer der 30 besten Schachspieler der russischen Hauptstadt in der Kategorie der unter Neunjährigen.
Der russische Schachgroßmeister, Sergey Karjakin, sagte, dass der Vorfall zweifellos auf „eine Art Softwarefehler oder so etwas“ zurückzuführen sei, und fügte hinzu: „Das ist noch nie passiert. Es gibt solche Unfälle. Ich wünsche dem Jungen gute Gesundheit.“
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Die modernsten Schach-Roboter sind nicht nur in der Lage, mit dem Menschen zu interagieren, sondern auch aktiv mit ihnen zusammenzuarbeiten. Die meisten Modelle wiederholen jedoch einfach die gleichen grundlegenden Handlungen – greifen, bewegen, ablegen – und wissen nicht, ob der Mensch ihnen in die Quere kommt oder nicht.
Christopher hat offenbar eine große Portion Glück gehabt. Ein Unfall mit Robotern kann schnell lebensbedrohlich enden. Laut einer Studie, die 2015 veröffentlicht wurde, stirbt allein in den USA jedes Jahr ein Mensch durch einen Industrieroboter. Nach Angaben der US-Behörde für Arbeitssicherheit waren die meisten Arbeitsunfälle mit Robotern seit 2000 tödlich.
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Im Allgemeinen sei jedoch menschliches Versagen – oder mangelndes menschliches Verständnis von Roboterprozessen – die häufigste Unfallursache.
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