Mittlerer Schulabschluss

Bericht: Scheeres will MSA an Gymnasien erleichtern

Laut einem Zeitungsbericht will die SPD-Bildungssenatorin nun doch einen Gesetzesentwurf vorlegen.

Team News Okan Bellikli okb
2 Min
Noten spielen beim MSA bisher eine große Rolle.

Noten spielen beim MSA bisher eine große Rolle.

© imago images

Der MSA sowie die Erweiterte Berufsbildungsreife (eBBR) werden in Berlin durch eine Prüfung nach der 10. Klasse am Gymnasium erreicht. Welchen der beiden Abschlüsse ein Schüler bekommt, hängt vom Notendurchschnitt ab – und für den Übergang in die Oberstufe müssen Schüler einen besonders guten MSA schaffen.

Verschiedene Optionen wären möglich

Was in dem Entwurf der Bildungssenatorin für ein neues Gesetz stehen wird, ist bisher nicht bekannt. Laut „Tagesspiegel“ wäre eine Möglichkeit, dass Gymnasien zu Beginn der zehnten Klasse auf das jeweilige Niveau abgestimmte Vergleichsarbeiten schreiben lassen. Eine weitere Option wäre demnach, den MSA wie die meisten Bundesländer ohne zusätzliche Prüfung an alle Schüler zu vergeben, die in die elfte Klasse versetzt werden. 

Regina Kittler, die bildungspolitische Sprecherin der Linken, kündigte an, ihre Partei werde dem nicht zustimmen. Als Grund führte sie an, ein Wegfall der Prüfungen würde „nur mal wieder die Exklusivität des Gymnasiums stützen“. Zudem widerspreche das Vorhaben dem Konzept der inklusiven Schule.

Die bildungspolitische Sprecherin der Grünen, Marianne Burkert-Eulitz, sagte, die Senatorin könne „selbstverständlich jederzeit Gesetzentwürfe vorlegen, und wir werden das dann beraten“. Nach Angaben des „Tagesspiegel“ will die Partei zunächst den gesamten Bericht der Expertenkommission, die Scheeres berufen hatte, mit der Bildungsverwaltung besprechen.

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