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Schlecht für Union: Konkurrent VfL Bochum punktet gegen Hoffenheim

Der VfL Bochum ist direkter Konkurrent des 1. FC Union Berlin im Abstiegskampf. Am Freitag gelang den Bochumern ein Sieg. Union rutscht dadurch vorerst ab.

Christian Gehrke Team News SID/chg
3 Min
Felix Passlack vom  VfL Bochum freut sich über den Sieg.

Felix Passlack vom  VfL Bochum freut sich über den Sieg.

© nordphoto GmbH/Rauch/Imago

Der VfL Bochum hat das Freitagsspiel in der Fußball-Bundesliga mit 3:2 gegen die TSG Hoffenheim gewonnen. Die Bochumer sind direkte Konkurrenten des 1. FC Union Berlin im Abstiegskampf. Die Köpenicker fallen damit in der Tabelle vorerst auf Rang 15 zurück. Am Sonntag spielen die Köpenicker auswärts in Gladbach. Die Woche darauf empfangen dann die Köpenicker den VfL Bochum zum wohl entscheidenden Spiel um den Klassenerhalt.

Für den VfL war der 3:2-Erfolg am Freitag der erste Sieg seit acht Spielen und 68 Tagen. „Es war unbeschreiblich, alle Bochumer waren erleichtert. Es war ein geiles Spiel, zum Schluss kein leichtes. Es tut unheimlich gut“, sagte Doppelpacker Kevin Stöger bei DAZN: „Es war wichtig, dass wir ein Erfolgserlebnis hatten.“

VfL Bochum führte zunächst 3:0, Hoffenheim holte auf 

Den ersten Dreier seit dem 3:2 gegen Bayern München am 18. Februar machten Kevin Stöger mit einem Freistoß in den Winkel (34.) und einem Abstaubertor (64.) sowie Felix Passlack mit beherztem Einsatz (45.+2) perfekt. Die Hoffenheimer, für die Andrej Kramaric doppelt traf (73., 84.), kassierten die vierte Auswärtspleite in Folge und ließen im Rennen um einen Europapokalplatz wichtige Punkte liegen. Zudem kletterte TSG-Keeper Oliver Baumann, der eine höher Niederlage verhinderte, in der Rekordliste der Bundesliga an Toni Schumacher vorbei auf Platz drei der Torhüter mit den meisten Gegentreffern (716).

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In seinem dritten Spiel nach der Beförderung zum Chefcoach musste Heiko Butscher auf die gelbgesperrten Christopher Antwi-Adjei und Patrick Osterhage verzichten, zudem setzte er Stürmer Takuma Asano zunächst auf die Bank. Sein Gegenüber Pellegrino Matarazzo vertraute der Startelf, die zuletzt 4:3 gegen Borussia Mönchengladbach gewonnen hatte.

Für die TSG Hoffenheim traf zweimal Kramaric

Nach der wochenlangen Talfahrt begannen die Bochumer mit dem Mute der Verzweiflung - und zwei Großchancen für Philipp Hofmann: Der Mittelstürmer scheiterte zweimal aus kurzer Distanz an Baumann (4. und 6.), der beim zweiten Mal den Ball an die Latte lenkte. Zudem verfehlte Stöger knapp das Ziel (10.).

Doch die Sturm- und Drangphase war schnell vorbei - und Hofmann bescherte Hoffenheim die vermeintliche Riesenchance zur Führung: Nachdem er TSG-Stürmer Wout Weghorst bei einer ungelenken Abwehraktion am Kopf getroffen hatte, entschied Schiedsrichter Tobias Stieler auf Elfmeter. Mehrere Minuten brauchte der Kölner Keller, um festzustellen, dass Weghorst im Abseits gestanden hatte (24.).

Der VfL schüttelte sich und fand wieder den Vorwärtsgang: Erst scheiterte Moritz Broschinski noch an Baumann, dann zirkelte Stöger den Ball bei einem Freistoß aus 20 Metern in den Winkel. Auf der Gegenseite hatte Bochum Glück, als Tim Drexler die Latte traf (36.). In der Nachspielzeit der ersten Hälfte wurde die Passivität der Gäste ein weiteres Mal bestraft: Kramaric griff bei einer Flanke nicht ein, Passlack schaltete schnell und schoss dankend ein.

Anders als in vielen anderen Spielen dieser Saison, als die Bochumer noch einen Vorsprung aus der Hand gegeben hatten, beschränkten sie sich nach der Pause nicht auf Ergebnisverwaltung. Der VfL stürmte weiter couragiert und wurde mit dem dritten Treffer belohnt. In der Schlussphase machte es Kramaric nochmal spannend.

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