SCHMERZ LASS NACH

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Welche Ursachen können Ohrenschmerzen hervorrufen? Das Ohr ist in drei verschiedene Abschnitte gegliedert. Es besteht aus dem äußeren Ohr, dem luftgefüllten Mittelohr und dem mit Flüssigkeit gefüllten Innenohr. In allen drei Bereichen kann es zu Entzündungen kommen: Äußeres Ohr: Durch falsche Reinigung oder durch Schwimmen gelangen Bakterien oder Viren in das Ohr. Symptome: brennende oder ziehende Schmerzen im Gehörgang. Manchmal besteht Juckreiz oder man hat das Gefühl einen Fremdkörper im Ohr zu haben; in diesem Fall wird ein Sekret abgesondert. Mittelohr: Vor allem Kinder zwischen 3 und 8 Jahren leiden häufig unter Entzündungen im Mittelohr, die zumeist eine Folge von Erkältungen sind. Von der Nasen- oder Rachenschleimhaut her breiten sich Bakterien oder Viren auf das Mittelohr aus. Symptome: pulsierende Ohrenschmerzen, Ohrgeräusche wie Brausen, Klingeln oder Gluckern. Nach zwei bis drei Tagen kommt es zur Absonderung von schleimigem oder eitrigem Sekret durch ein Loch im Trommelfell. Die Mittelohrentzündung ist häufig mit Fieber verbunden. Ohrtrompete: Entzündungen und Verschluss der Ohrtrompete sind ebenfalls häufig die Folge einer Erkältung. Weitere Gründe für Ohrenschmerzen können sein: Ohrenschmalz, das den Gehörgang verstopft, Zahnschmerzen, die bis in das Ohr ziehen, Fremdkörper, z.B. Insekten, die in das Ohr eingedrungen sind. Im Winter kann es zum Erfrieren der Ohrmuscheln kommen. Was kann der Arzt gegen Ohrenschmerzen unternehmen? Nachdem der HNO-Arzt die Ursache für die Ohrenschmerzen abgeklärt hat, stehen ihm verschiedene Möglichkeiten der Behandlung zur Verfügung: Ohrenschmalzpfropfen werden mit einem Instrument und/oder durch eine Spülung entfernt. Bei bakteriellen Infektionen des äußeren Ohres reinigt und spült der Arzt den Gehörgang. Meist sind entzündungshemmende und antibiotikahaltige Ohrentropfen notwendig. In schweren Fällen müssen Antibiotika zum Einnehmen verordnet werden. Bei einer bakteriellen Mittelohrentzündung verschreibt der Arzt zumeist Antibiotika zum Einnehmen. Bei einer stark vereiterten Mittelohrentzündung kann der Arzt das Trommelfell öffnen, damit der Eiter abfließt. Was kann man selbst gegen Ohrenschmerzen tun? Bei leichten Entzündungen des äußeren Ohres reicht es häufig schon aus, wenn man das Ohr mit Glycerin/Alkoholmischungen als Ohrentropfen behandelt. Bei Mittelohrentzündung nicht selbst herumdoktorn, sondern sofort zum Arzt gehen. Ist die Ohrtrompete entzündet, muss die Nase mittels Nasentropfen freigehalten werden. Weiterhin helfen Kamillendampfbäder und Rotlicht. Positiv wirkt Rotlicht. Werden die Schmerzen zu stark, kann man ein leichtes Schmerzmittel nehmen. Sind Luftdruckveränderungen Auslöser für Hörprobleme hilft es zumeist schon, bei geschlossenem Mund beide Nasenflügel mit den Fingern zuzuhalten und vorsichtig mit der Nase gegen diesen Druck zu atmen. Im Winter sollte man die Ohren mit einer Fettsalbe schützen. Kommt es dennoch zu Erfrierungen, führt ein Erwärmen mit warmen Händen oder warmen (keinesfalls heißen) Tüchern zu einem schnellen Abklingen der Schmerzen. Wie sollten Pflege und Reinigung des Ohres aussehen? Wattestäbchen nur zur Reinigung der äußeren Ohrmuschel verwenden und keinesfalls in den schmalen Gehörgang stecken. Der Gehörgang hat einen Selbstreinigungsmechanismus, der dadurch gestört würde. Überhaupt sollte man niemals Gegenstände in den Gehörgang einführen. Ohrenschmalzpfropfen erschweren nicht nur das Hören, sie können auch Infektionen verursachen - deshalb bei Problemen mit dem gehör zum Arzt gehen. Nach dem Baden oder Schwimmen stets die Ohren sorgfältig trocknen um Infektionen zu verhindern. Bei Kindern auf eine freie Nase achten. ------------------------------ Tobias Rauscher

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