Theaterkritik

Schön in die Fresse: „Hund, Wolf, Schakal“ von Behzad Karim Khani im Gorki

Nurkan Erpulat inszeniert den Debütroman des iranisch-stämmigen Neuköllners Behzad Karim Khani. Kann die Kraft der Ironie die Logik der Gewalt aufbrechen? Die Theaterkritik.

Doris Meierhenrich
Doris Meierhenrich
5 Min
Edgar Eckert, Mehmet Yilmaz, Doga Gürer, Tim Freudensprung und Emre Aksizoglu (v. l.) in „Hund, Wolf, Schakal“ von Behzad Karim Khani im Maxim-Gorki-Theater 

Edgar Eckert, Mehmet Yilmaz, Doga Gürer, Tim Freudensprung und Emre Aksizoglu (v. l.) in „Hund, Wolf, Schakal“ von Behzad Karim Khani im Maxim-Gorki-Theater 

© imago images

Das mit den Tieren ist vielleicht ein guter Einstieg in diesen Abend und seinen Roman. Eigentlich sind hier alle Löwen, wollen es zumindest sein: die halbstarken Migrantenjungs um den Bandenboss Marwan. Denn Löwen sind natürlich immer die stolzesten und stärksten und überhaupt die Kings. Vor allem hier, im Dunstkreis der Sonnenallee in Neukölln, wo Marwan und seine Bande aus Dealern, Schlägern, Kleinkriminellen und Maulhelden ihr schnelles Geld suchen. Wenn sie sich gegenseitig als „Tiger“, „Bison“ oder „Grizzly“ adeln, ist das natürlich auch noch top! Nur wenn jemand einen „Flamingo“ nennt, wie sie das anfangs mit Saam tun, muss man sich Sorgen machen.

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