„Wozzeck“ ist der siebte Spielfilm der Defa, und er hat eine lange Geschichte. Schon gegen Ende der Weimarer Republik plant der Regisseur, Georg Büchners Dramenfragment „Woyzeck“ fürs Kino zu adaptieren. Er findet jedoch keine Firma, die den Mut dazu aufbringt, und mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten ist daran schon gar nicht mehr zu denken. Eine Parabel über einen Soldaten, der durch eine gnadenlose Militärmaschinerie um den Verstand gebracht wird, bis er im Wahnsinn seine Geliebte tötet, passt nicht in die Zeit.
Defa-Schnitte
Schräge Bilder, lange Schatten: Büchners „Wozzeck“ als DDR-Film
Für den Film Wozzeck nach dem Drama von Georg Büchner war zunächst Gustaf Gründgens als Regisseur vorgesehen. Aber die Defa-Leitung zögerte.
3 Min
Link kopiert
Die Artikel-URL wurde erfolgreich in Ihrer Zwischenablage gespeichert.
Gustaf Gründgens (li.) als Mephisto neben Uwe Friedrichsen. Die Regie des Defa-Films „Wozzeck“ musste er Georg C. Klaren überlassen.
© dpa/Gerd Herold