Schriftsteller wird geehrt

Ein Platz für Stefan Heym

Erstmals soll in Berlin ein Platz nach dem Antifaschisten und DDR-Dissidenten Stefan Heym benannt werden.

BLZ
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Stefan Heym im Jahr 1998.

Stefan Heym im Jahr 1998.

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Eine Freifläche an der Möllendorffstraße Ecke Frankfurter Allee in Lichtenberg soll nach dem DDR-Schriftsteller Stefan Heym (1913-2001) benannt werden. Dies hat das Bezirksparlament Lichtenberg einstimmig beschlossen. Es ist der erste Platz in Berlin, der nach dem Antifaschisten und DDR-Dissidenten heißen wird.

Heym, Sohn eines jüdischen Kaufmanns aus Chemnitz, war 1933 zunächst in die Tschechoslowakei geflohen. 1935 emigrierte er in die USA und kämpfte im Zweiten Weltkrieg in der US-Armee. 1953 siedelte er in die DDR über, der er bald kritisch gegenüberstand. 1994 zog er als Parteiloser auf der offenen Liste der PDS in den Bundestag ein.

Die Wohnungsbaugesellschaft Howoge will auf dem Areal ab 2015 Wohnungen und Büros bauen. Die Linke, die den Antrag zur Benennung gestellt hatte, lädt am 19. November um 15 Uhr zum Ortstermin ein, ab 15.30 Uhr gibt es eine szenische Lesung im Rathaus Lichtenberg, Möllendorffstraße 6. (el.)

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