Die Organisation für Opferberatung Reach Out hat das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg kritisiert. Dieses hatte den Besuch von zwei US-Bürgerrechtlerinnen in der von Flüchtlingen besetzten ehemaligen Gerhart-Hauptmann-Schule an der Ohlauer Straße verweigert. Die beiden Frauen, Gina Dent und Angela Davis, wollten am Montag mit den Flüchtlingen sprechen. Die 71-jährige Angela Davis ist bekannt, sie galt in den 1970er-Jahren in der DDR als Symbolfigur der Bewegung für die Rechte von politischen Gefangenen in den USA.
Das Bezirksamt bot für die Gespräche einen Raum im Rathaus Kreuzberg an. Die für Immobilien zuständige Stadträtin Jana Borkamp (Grüne) bestätigte der Berliner Zeitung die Absage: „In die besetzte Schule lassen wir nur medizinisches Personal“, sagte sie. Auch die Anwälte der Flüchtlinge müssten sich mit ihren Mandanten außerhalb der Schule treffen. Einzige Ausnahme: Anfang März durften Vertreter der Diakonie ins Gebäude, wo sie den Besetzern Wohnungen und andere Unterkünfte anboten. Die Angebote seien abgelehnt worden, so Borkamp. In Kürze will das Verwaltungsgericht darüber entscheiden, ob die Besetzer wie vom Bezirk verlangt ausziehen müssen.
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