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Schulstreik gegen Wehrpflicht: Schüler berichten von Bedrohung durch BKA und Verfassungsschutz

Zwei Schüler, die an den Demonstrationen gegen das Wehrdienstgesetz teilnahmen, berichten, dass ihnen der Verfassungsschutz auflauerte. Am Freitag wurde erneut gestreikt.

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In Kiel nahmen im März zahlreiche Schüler am „Schulstreik gegen Wehrpflicht“ teil.

In Kiel nahmen im März zahlreiche Schüler am „Schulstreik gegen Wehrpflicht“ teil.

© Frank Molter/dpa

Zwei Schüler, die sich für den „Schulstreik gegen Wehrpflicht“ in Kiel engagieren, haben in einem Video auf Instagram von Bedrohungen durch den Verfassungsschutz und das Bundeskriminalamt (BKA) berichtet. 

Ein Schüler schildert, vergangene Woche habe ihm auf dem Weg zur Schule der „Verfassungsschutz aufgelauert“. Eine Schülerin erzählt, sie sei beim Schülerpraktikum vom BKA angesprochen worden.

Schulstreik gegen Wehrpflicht berichtet von Repressionen

Gegenüber dieser Zeitung schilderte der betroffene Schüler, auf dem Schulweg sei ein Mann vor ihm auf die Straße getreten und habe ihm gegenüber angegeben, er sei vom Verfassungsschutz. Als der Schüler weitergefahren sei, habe der Mann ihm mehrfach hinterhergerufen.

„Wichtig ist, dass wir erst mal dichthalten und danach darüber in unseren Streikkomitees reden“, sagte die Schülerin. Die Schüler ließen es sich nicht gefallen, „dass wir ausspioniert werden, weil wir für unsere Interessen einstehen“.

Am vergangenen Freitag, dem 8. Mai, gingen bundesweit wieder zahlreiche Schüler gegen das neue Wehrdienstgesetz auf die Straße, auch in Berlin. „Wir leisten gemeinsam Widerstand gegen die Wehrpflicht als Teil der Kriegsvorbereitung in Deutschland, für die wir als Kanonenfutter dienen sollen“, hieß es in dem Aufruf zur Demonstration.

Auf der Website der Initiative berichten Schüler von weiteren Repressionen gegen die Schulstreiks. Bei den Schulstreiks im März hätten Schulleitungen unter anderem in Kassel und Schweinfurt eine Attestpflicht verhängt. In Stuttgart und Bonn hätten die Schulen die Schultore verschlossen, als die Streikdemonstration am Gebäude vorbeizog.

Bei den Demonstrationen in Berlin und München im März kam es zu Festnahmen wegen Plakaten mit den Aufschriften „Merz, stirb doch selbst an der Ostfront“ und „Merz, leck Eier“. Die Polizei ermittelt wegen Politikerbeleidigung.

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