Polizeieinsatz

Schuss auf Zwölfjährige: Keine Bodycam-Aufnahme

NRW-Innenminister Reul erklärt, warum es keine Bodycam-Aufnahme des Polizeieinsatzes gibt. Bei dem Einsatz in Bochum wurde eine Zwölfjährige durch einen Schuss verletzt.

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Ein Polizist mit Schusswaffe steht vor einem Einsatzfahrzeug der Polizei.

Ein Polizist mit Schusswaffe steht vor einem Einsatzfahrzeug der Polizei.

© Marcus Brandt/dpat

Der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul hat gegenüber der Rheinischen Poat erklärt, warum es keine Bodycam-Aufnahmen von dem Polizeieinsatz in Bochum gibt. Demnach habe es vor dem Einsatz keinen Grund gegeben, von einer Gefahr auszugehen. Dies sei jedoch eine Voraussetzung für den Einsatz von Bodycams in Wohnungen.

Der Vorfall ereignete sich vergangene Woche. Nach Angaben der Polizei sei die Zwölfjährige zuvor auf die Beamten losgegangen. Daraufhin sei es zu dem Schuss gekommen, der das Mädchen am Bauch traf. Sie wurde ins Krankenhaus gebracht, wo ihr Zustand als „kritisch, aber stabil“ beschrieben wird.

Gehörlosenverband fordert Schulungen für Polizei

Als Reaktion auf den Vorfall hat der nordrhein-westfälische Landesverband der Gehörlosen Konsequenzen gefordert. Unter anderem verlangt der Verband grundlegende Schulungen in Gebärdensprache für Polizeibeamte im Einsatz. Ziel sei es, dass sich ein solcher Vorfall wie in Bochum nicht wiederhole.

Experten mahnen, dass Beamte für solche Situationen besser geschult werden müssten. Nur so würden sich Eskalationen vermeiden lassen.

Die genauen Hintergründe des Einsatzes sind noch unklar. Die Ermittlungen dauern an. Minister Reul sicherte eine lückenlose Aufklärung zu. Dabei werde auch das Vorgehen der Polizeibeamten überprüft.

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