Berlin hat im vergangenen Jahr mehr Fälle von Schwarzarbeit bearbeitet als noch im Jahr davor. Wie die beim Bezirksamt Pankow im Bereich des Ordnungsamtes regionalisierte Zentrale Stelle zur Bekämpfung der Schwarzarbeit im Land Berlin mitteilte, wurde in der Hauptstadt ein wirtschaftlicher Schaden in Höhe von über zwei Millionen Euro aufgedeckt und Bußgelder in Höhe von ca. 108.000 Euro vereinnahmt. Insgesamt wurden 457 Fälle bearbeitet, im Jahr 2022 waren es noch 399 Fälle.
„Schwarzarbeit stellt gerade im Bereich des Handwerks, aber auch in allen anderen Gewerbezweigen weiterhin einen erheblichen Störfaktor für die am Wirtschaftsleben Beteiligten dar“, erklärt Manuela Anders-Granitzki, stellvertretende Bezirksbürgermeisterin und Bezirksstadträtin für Ordnung und Öffentlicher Raum. Beleg hierfür sei die gegenüber dem Jahr 2022 um 14,5 Prozent angestiegene Zahl eingegangener Fälle wegen handwerks- und gewerberechtlicher Schwarzarbeit.
Insgesamt gab es im vergangenen Jahr 26 Einsätze mit der Polizei im Zusammenhang mit Schwarzarbeit. Im Rahmen von Anzeigen durch die Handwerkskammer Berlin wurden in 18 Verfahren Durchsuchungsbeschlüsse vollstreckt. Sechs Gewerbebetriebe mussten eingestellt und abgemeldet werden.
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