Die vor einer Woche vor der Küste Schwedens auf Grund gelaufene Fähre „Marco Polo“ hat erneut Öl verloren. Wegen starken Windes sei die Fähre am Nachmittag abgedriftet und rund eine halbe Meile von ihrer bisherigen Position entfernt erneut auf Grund gelaufen, teilte die schwedische Küstenwache am Sonntag mit. Dabei sei erneut ein „Ölleck“ aufgetreten. Wie groß der Austritt diesmal war, blieb zunächst unklar. Teile der Besatzung der Passagierfähre wurden aus Sicherheitsgründen evakuiert.
Die Fähre der Gesellschaft TT Line war vor einer Woche südlich von Karlshamn auf Grund gelaufen, ihre 75 Passagiere konnten rasch in Sicherheit gebracht werden. Dabei lief jedoch Dieselöl aus, das einen kilometerlangen Teppich bildete und die Küste erreichte.
Helfer reinigen den Strand von ausgelaufenem Dieselöl.
© Johan Nilsson/TT/Imago
Fähre „Marco Polo“ auf Grund gelaufen: Bisher 25.000 Liter Öl aufgefangen
Den schwedischen Behörden zufolge wurden im Laufe der Woche rund 25.000 Liter Öl aufgefangen. Nach Angaben der Reederei TT-Line wurde am Samstagnachmittag mit dem Abpumpen des verbliebenen Öls aus dem beschädigten Tank begonnen. Danach sollen auch die rund 300.000 Liter Öl in den unbeschädigten Tanks abgepumpt werden, ehe die Fähre in der kommenden Woche geborgen werden soll.
Ob die Entwicklungen vom Sonntag Folgen für diese Pläne haben, ist noch unklar. Den Schätzungen der Behörden zufolge wird es bis zu einem Jahr dauern, bis das gesamte ausgelaufene Diesel beseitigt ist. Zwei Besatzungsmitglieder wurden inzwischen wegen „Fahrlässigkeit“ zu Geldstrafen verurteilt.
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