Den Wissenschaftlern lagen für den Zeitraum ab 1931 unter anderem Fotos von Landvermessern vor, die in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts an rund 7000 Standorten fotografiert und etwa 86 Prozent der vergletscherten Fläche der Schweiz abgedeckt hatten. Die Forschenden konnten anhand dieser Fotos das Volumen schätzen und mit aktuelleren Messungen vergleichen.
Nicht alle Gletscher waren gleichermaßen betroffen. „Wie stark sich das Volumen verringert hat, hängt im Wesentlichen von drei Faktoren ab: Erstens auf welcher Höhe sich die Gletscher befinden, zweitens wie flach die Gletscherzunge ausläuft und drittens wie stark die Gletscher mit Schutt bedeckt sind“, berichtete die ETH. In den 1920er und den 1980er Jahren sei die Masse einzelner Gletscher teils gewachsen und es kam zu einzelnen Gletschervorstößen.
„Auch wenn es über kürzere Zeiträume zu einem Zuwachs kam ist es trotzdem wichtig, das Gesamtbild im Auge zu behalten. Unser Vergleich zwischen den Jahren 1931 und 2016 zeigt deutlich, dass es in diesem Zeitraum einen markanten Gletscherschwund gab“, sagte ETH-Glaziologe Daniel Farinotti.
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