Polizeieinsatz

Schwere Explosion in einer Wohnung und eine Festnahme in Hellersdorf

Großeinsatz von Feuerwehr und Polizei in der Quedlingburger Straße in Hellersdorf. Der Grund war eine Explosion im fünften Stock eines Wohnhauses.

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Nach der Explosion in einem Wohnhaus in Hellersdorf kam es zu einer Festnahme.

Nach der Explosion in einem Wohnhaus in Hellersdorf kam es zu einer Festnahme.

© John Boutin

Die Notruf kam um 19.35 Uhr. Mutmaßliche Explosion in einer Wohnung lautete die Information. Mit über 50 Einsatzkräften rückte die Feuerwehr aus zur Quedlingburger Straße in Hellersdorf. Vor Ort bot sich den Kräften dann ein schlimmes Bild. Weit verstreut lagen  zerborstene Fensterscheiben, teilweise bis zu 30 Meter von dem sechsgeschossigen Wohnhaus entfernt. Die mögliche Ursache: eine Explosion in einer Wohnung im fünften Stock.

Die Einsatzkräfte der Feuerwehr wurden aber zunächst gestoppt. Die Polizei übernahm das Kommando vor Ort, da eine „unklare Gefahrenlage“ vorlag. „Wir müssen sicherstellen, dass sich keine explosiven Gegenstände oder Stoffe im Gebäude befinden“, erklärte ein Beamter. Daher wurden zusätzlich Spezialisten der Polizei angefordert. Eine verletzte Frau wurde trotzdem von der Feuerwehr aus ihrer Wohnung gerettet.

Gaskartusche der Auslöser?

Konkrete Angaben zur möglichen Ursache der Explosion gibt es derzeit nicht. Nach ersten Erkenntnissen soll aber eine geplatzte Gaskartusche eines Camping-Gaskochers die Detonation in der Wohnung ausgelöst haben.

Im Verlauf der Ermittlungsarbeiten vor Ort wurden in der Nähe des Unglückshauses zwei Männer von der Polizei gestellt, einer soll der Mieter der Wohnung gewesen sein. In dem Zusammenhang bestätigt die Polizei eine Festnahme. Derzeit unklar ist, ob die Männer verantwortlich für die Explosion sind. Die Ermittlungen laufen noch.

Keine Evakuierung

Erfreulich für die Bewohner des Hauses: Es wurden keine größeren Schäden am und im Gebäude festgestellt. „Eine Evakuierung war daher nicht notwendig“, so ein Polizeibeamter.

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