USA

Video: Segelschiff prallt gegen Brooklyn Bridge, Tote und Verletzte

Ein Segelschulschiff der mexikanischen Marine kollidiert mit der berühmten Hängebrücke: Verzweifelt klammern sich Menschen an abgeknickte Masten.

Team News Eva Maria Braungart dpa/Eva Maria Braungart
3 Min
Das Schulschiff der mexikanischen Marine, die „Cuauhtemoc“, liegt nach einer Kollision mit der Brooklyn Bridge mit gebrochenen Masten in New York.

Das Schulschiff der mexikanischen Marine, die „Cuauhtemoc“, liegt nach einer Kollision mit der Brooklyn Bridge mit gebrochenen Masten in New York.

© Yuki Iwamura/AP

In der amerikanischen Stadt New York ist am Samstag ein Segelschiff der mexikanischen Marine gegen die weltberühmte Brooklyn Bridge geprallt. An Bord waren 277 Menschen, zwei von ihnen starben, wie der New Yorker Bürgermeister Eric Adams auf der Plattform X mitteilte. 22 Menschen wurden bei dem Unglück mit dem Schulschiff „Cuauhtémoc“ verletzt, drei von ihnen schwer, wie das mexikanische Marineministerium auf dem Kurznachrichtendienst X schrieb.

Videos von dem Vorfall am Samstagabend (Ortszeit) zeigen, wie das Schiff in Richtung Brücke treibt. Als es gegen das ikonische Bauwerk stößt, knicken die oberen Teile der drei Masten ab und Trümmer stürzen auf das Deck. Das festlich beleuchtete Schiff, auf dem eine riesige grün-weiß-rote mexikanische Flagge weht, treibt dann, wie auf den Aufnahmen zu sehen ist, in Richtung Ufer. Dort laufen Augenzeugen geschockt davon oder filmen mit ihren Handys.

Auf dem Schiff spielten sich nach dem Zusammenprall dramatische Szenen ab: Auf in sozialen Medien verbreiteten Videos ist zu sehen, wie Menschen an einem der Masten hängen oder sich an einem Seil festhalten. Auf großen Schiffen wie der „Cuauhtémoc“ sei es Tradition, schreibt der Sender CNN, dass die Matrosen beim Aus- oder Einlaufen in einen Hafen die Masten erklimmen. Auf Videos ist zu sehen, wie die Matrosen in Reihen auf dem Mast standen, als das Schiff auf die Brücke prallte und ein Teil des Masts abbrach. Bei den beiden Toten handele es sich um zwei Besatzungsmitglieder, die von einem der Masten des Schiffes gestürzt seien, berichtete der Sender unter Berufung auf die Polizei.

Schiff der mexikanischen Marine könnte zu groß gewesen sein

Das Unglück ereignete sich am Samstagabend, als sich laut Augenzeugen am Ufer des East River viele Menschen aufhielten. So auch Flavio Moreira, der dem CNN von dem Schreckmoment mit dem Schiff berichtete: „Es kam immer näher und näher, und irgendwann dachte ich: Das kann doch nicht wahr sein.“ Dann ergänzte er: „Das Schiff war so nah an uns dran, dass wir sehen konnten, wie all die Leute kämpften, sich an irgendetwas festzuhalten, um nicht vom Schiff zu fallen.“ Aus dem Wasser habe niemand gerettet werden müssen, berichteten US-Medien.

Die „Cuauhtémoc“ befand sich nach Angaben des mexikanischen Botschafters in den USA, Esteban Moctezuma Barragán, auf dem Weg nach Island. Nach CNN-Informationen wurde das Schiff 1981 in Spanien gebaut und später von der mexikanischen Marine erworben, um Kadetten und Offiziere auszubilden. Es sei auf einer Art Werbetour gewesen.

Wie es zu dem Vorfall kommen konnte, war zunächst unklar. Ersten Ermittlungen zufolge könnte das Schiff aufgrund eines mechanischen Problems an Antriebskraft verloren haben, allerdings warnten Behörden, dass es sich dabei um vorläufige Informationen handele. Die „Cuauhtémoc“ hatte laut Recherchen von CNN eine Höhe von rund 48 Metern. Die Durchfahrtshöhe der Brooklyn Bridge betrage nur rund 38 Meter, berichtete der Sender weiter.

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