Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj hat Nordkorea bereits rund 11.000 Soldaten im russischen Gebiet Kursk stationiert. „Wir sehen eine Zunahme der Zahl der Nordkoreaner, und wir sehen keine Zunahme der Reaktion unserer Partner“, sagte Selenskyj in seiner Abendansprache an die Bevölkerung. Kurz danach teilte er die Informationen, die er laut eigenen Aussagen von ukrainischen und ausländischen Geheimdiensten erhielt, auf der Onlineplattform X mit.
„Heute haben wir mit unserer militärischen Führung die Operation Kursk erörtert, die seit fast drei Monaten in der Region Kursk durchgeführt wird. Dies ist eine wichtige Operation - wir halten diese ‚Pufferzone‘ in bestimmten Gebieten nahe unserer Staatsgrenze aufrecht“, so der ukrainische Präsident weiter.
Ukraine hofft weiter auf den Einsatz westlicher Langstreckenwaffen gegen Ziele in Russland
Wenn die Ukraine die Erlaubnis hätte, westliche Langstreckenwaffen auf russischem Territorium einzusetzen, könnte die ukrainische Armee präventiv „jedes Lager“ in Russland angreifen, in dem sich nordkoreanische Truppen versammeln, sagte Selenskyj in seiner Abendansprache. Zuletzt hatte Kiew häufiger davor gewarnt, dass es nur noch eine Frage von Tagen sei, bis die nordkoreanischen Truppen in den Krieg eingreifen würden. Die Ukraine geht davon au, dass Russland sich darauf vorbereitet, etwa 12.000 nordkoreanische Soldaten, darunter auch Spezialeinheiten, in den Krieg zu schicken.
Der neue Nato-Generalsekretär Mark Rutte hatte vor wenigen Tagen bestätigt, dass nordkoreanische Soldaten ins russische Kursk entsandt worden seien, wo die Ukraine im August eine Offensive gestartet hatte.
Aus Sicht des Verteidigungsbündnisses stelle dies eine erhebliche Eskalation und eine gefährliche Ausweitung von Russlands Krieg dar, so Rutte weiter. „Die vertiefte militärische Zusammenarbeit zwischen Russland und Nordkorea ist eine Bedrohung sowohl für die Sicherheit im Indopazifik als auch im Euro-atlantischen Raum“, sagte Rutte. Er verwies darauf, dass Nordkorea Russland bereits zuvor mit Millionen Schuss Munition und ballistischen Raketen versorgt habe. Diese heizten einen schweren Konflikt im Herzen Europas weiter an.
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