In Berlin wird es bald einen Tierschutzbeauftragten geben. Dies kündigte der SPD-Abgeordnete Daniel Buchholz gestern an. Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) habe ihm persönlich zugesagt, einen solchen Landestierschutzbeauftragten schnell einzusetzen.SPD und Linkspartei.PDS hatten sich in ihrer Koalitionsvereinbarung darauf verständigt, mehr für den Schutz der Tiere zu tun. Deshalb soll nun ein Beauftragter durch die zuständige Senatorin Kathrin Lompscher (Linkspartei.PDS) bestellt werden. Der Tierschutzbeauftragte wird seine Aufgabe ehrenamtlich erfüllen. Er soll den Senat und die Behörden in allen Fragen des Tierschutzes beraten. Aber auch die Bürger und Tierschutzorganisationen werden sich künftig an ihn wenden können.Auf wenig Begeisterung stößt die Ankündigung bei der Grünen-Abgeordneten Claudia Hämmerling, die sich in den letzten Jahren in Berlin einen Namen als Tierschützerin gemacht hat. "Das ist der kompetenzloseste Beauftragte, den man sich vorstellen kann", sagte Hämmerling gestern. Der Tierschutz-Beauftragte soll nach dem Willen des rot-roten Senats nämlich kein Interventions- und kein Begehungsrecht haben. Sollte ein Tierarzt sich beispielsweise weigern, einen Berliner, der zu viele Hunde und Katzen hält, aufzusuchen, so kann der Tierschutz-Beauftragte selbst nichts unternehmen. "Er kann nur einen Bericht schreiben, aber wir wissen ja, Papier ist geduldig", sagte Hämmerling. Außerdem könne man die Arbeit nicht "nebenbei", also ehrenamtlich, erledigen. (cri.)
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