Senatssitzung zur Bebauung des Leipziger Platzes

Zwei Politiker beraten nur 35 Minuten

Marlies Emmerich
2 Min

Nur Stadtentwicklungssenator Peter Strieder (SPD) und Kultursenator Thomas Flierl (PDS) haben am Dienstag an der üblichen wöchentlichen Senatssitzung teilgenommen. Alle anderen Spitzenpolitiker der rot-roten Koalition sind in Urlaub und ließen sich durch ihre Staatssekretäre vertreten. Selbst Harald Wolf, sonst als PDS-Fraktionschef immer anwesend, hatte nach seiner Nominierung zum Wirtschaftssenator etwas Anderes zu tun.Flierl, Strieder und die Staatssekretäre berieten 35 Minuten lang. Wichtigster Punkt: Der Sony-Neubau am Leipziger Platz 1-6 kann noch in diesem Jahr gebaut werden. Von 16 Gebäuden am Platz sind vier fertig, sechs Häuser sind im Bau oder in Bauvorbereitung. Sechs weitere Gebäude sollen noch vermarktet werden. Aus Kostengründen wird voraussichtlich auf die historischen Torhäuser am Rande verzichtet, sagt Strieder. Mit dem Sony-Bau wird die letzte Lücke am Leipziger Platz geschlossen. Dem Entwurf der Architekten Müller/Reimann muss das Abgeordnetenhaus am 12. September noch zustimmen. Sony plant zusammen mit der Württembergischen Lebensversicherung auf dem fast 4 500 Quadratmeter großen Gelände gegenüber dem Mosse-Palais Büros, Restaurants und Wohnungen. Die Planungen hatten sich um etwa ein Jahr verzögert, weil der Bezirk Mitte ursprünglich nicht auf eine Kindertagesstätte verzichten wollte. "Die Kita ist nicht mehr erforderlich", sagte Stadtentwicklungssenator Strieder. Zudem sei die Gegend für eine Kindertagesstätte ungeeignet.

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