Bei einem Rettungstransport soll sich ein Feuerwehrmann an einer nach starkem Alkoholkonsum hilflosen Schülerin vergangen haben. Im Prozess vor einem Berliner Amtsgericht erklärte der Beamte am Mittwoch über seine Verteidigung, „er bestreite den Vorwurf ausdrücklich“. Ansonsten schweigt der 35-jährige Rettungssanitäter zunächst.
Der Anklage nach war die heute 20-Jährige bei dem Transport in der Nacht zum 3. Juni 2011 auf dem Weg ins Krankenhaus angeschnallt und zu keinerlei Widerstand fähig. Die angehende Hotelfachfrau sei mehrfach an den Brüsten und auch unter dem Slip berührt worden.
Die 20-Jährige sagte im Prozess: „Ich wollte nur, dass er aufhört, ich konnte mich nicht wehren“. Sie habe nicht sprechen, die Augen nicht öffnen und sich nicht bewegen können. Gehört habe sie alles.
Die junge Frau hatte eigenen Angaben nach mit Freunden mehrere Stunden hinweg Wodka getrunken; ihrer Einschätzung nach keine große Menge. Sie habe aber auch Antibiotika geschluckt. Auf dem Heimweg mit ihrem Freund sei ihr übel geworden. Sie sei umgekippt und irgendwann sei der Rettungswagen gekommen.
Der Verteidiger sagte am Rande des Prozesses, möglicherweise habe der Feuerwehrmann die Frau auf der Trage nur festgehalten. Kollegen, die von der Fahrerkabine durch ein Sichtfenster Einblick nach hinten hatten, hätten nichts wahrgenommen. (dpa)
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