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Sicherheitslücke? Viele Selbstbedienungskassen werden jetzt mit KI überwacht

An Selbstbedienungskassen in Geschäften wird mehr geklaut als an solchen mit Kassiererin. Viele Händler rüsten sich dagegen mit neuen technischen Tools.

Team News dpa/BLZ
2 Min
Eine Selbstbedienungskasse in einem Lebensmittelmarkt

Eine Selbstbedienungskasse in einem Lebensmittelmarkt

© Swen Pförtner/dpa

Selbstbedienungskassen sind in Deutschland längst fester Bestandteil des Einkaufserlebnisses. Um Betrugsversuche zu minimieren, setzen immer mehr Handelsunternehmen auf Künstliche Intelligenz (KI). „Viele Händler integrieren KI-basierte Überwachungs- und Analyse-Tools in ihre Systeme. Die Zahl der entsprechend ausgestatteten Geschäfte wächst kontinuierlich und wird in den kommenden Jahren weiter zunehmen“, erklärt Frank Horst vom Handelsforschungsinstitut EHI.

Die KI-Software analysiert in Echtzeit das Verhalten der Kundinnen und Kunden beim Scannen von Waren. Werden Unregelmäßigkeiten oder Fehler erkannt, erhält das Kassenpersonal diskret einen stillen Alarm – unbemerkt von den betroffenen Personen. Laut Horst werden diese Systeme immer präziser und leisten einen wichtigen Beitrag zur Reduzierung von Diebstählen und Bedienfehlern.

Drogerie, Einrichtungshaus und Lebensmittelhändler – alle nutzen KI

Eine Umfrage der dpa zeigt, dass viele große Handelsketten wie Rewe, Ikea und Rossmann bereits KI-Technologien im Einsatz haben oder entsprechende Tests durchführen. Andere Unternehmen, darunter Kaufland, Lidl und Obi, prüfen derzeit den möglichen Einsatz solcher Systeme. Einige Händler äußern sich zu diesem Thema jedoch zurückhaltend oder gar nicht.

Nach Schätzungen des EHI gibt es in Deutschland mittlerweile mindestens 6000 Geschäfte mit über 20.000 Selbstbedienungskassen. Viele Handelsketten planen, diesen Service weiter auszubauen. Gleichzeitig warnen Experten jedoch vor einem wachsenden Diebstahlrisiko im Zusammenhang mit der zunehmenden Verbreitung von Selbstbedienungskassen.

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