Spaß auf zwei Rädern: Die Zahl der E-Scooter, die man in Berlin mieten kann, ist auf mehr als 46.000 gestiegen. Doch manchmal wird aus Spaß Ernst. Und allzu oft werden elektrische Tretroller nach der Fahrt in Flüssen oder Kanälen versenkt. Jetzt zieht der Senat Bilanz.
Seit Mitte Juni 2019 sind in Berlin sieben E-Scooter-Fahrer tödlich verunglückt. 622 Menschen wurden im Zeitraum bis Ende Mai 2026 schwer verletzt. 4168 Unfallbetroffene trugen leichte Verletzungen davon. Das teilte Verkehrsstaatssekretär Arne Herz (CDU) auf eine Anfrage des Linke-Abgeordneten Kristian Ronneburg hin mit.
Unerlaubtes Fahren auf dem Gehweg oder entgegengesetzt zur vorgeschriebenen Fahrtrichtung: Das ist die häufigste Unfallursache. Auf Platz 2 steht ungenügender Sicherheitsabstand. Fehler beim Einfahren in den fließenden Verkehr und Alkoholeinfluss spielten ebenfalls eine große Rolle.
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462 Radfahrer kamen bei Kollisionen zu Schaden
Alleinunfälle bilden die größte Gruppe. Aber auch andere Verkehrsteilnehmer kommen zu Schaden. Von Mitte Juni 2019 bis Ende Mai 2026 kamen 524 Fußgänger (darunter 95 Senioren) und 462 Radfahrer bei Kollisionen mit E-Scootern zu Schaden.
Viele Mietvehikel werden nach Gebrauch entsorgt. „Die Anzahl der geborgenen E-Scooter aus den Berliner Gewässern beträgt schätzungsweise 850 Stück pro Jahr“, erklärt der Staatssekretär.
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