Über 14 Minuten hinweg stand den Spielerinnen des SV Blau Weiß Berolina Mitte 49 e. V. am Sonntagnachmittag das Glück zur Seite, dann allerdings machte Anouk Blaschka für die Frauen des 1. FC Union Berlin einen Anfang. Soll heißen, die torgefährliche Mittelfeldspielerin, die vor der Saison von Hoffenheim nach Köpenick gewechselt war, erzielte in dieser 14. Minute das erste von insgesamt sieben Toren in einem Spiel, das so einseitig war, wie man es erwartet hatte. Ja, man durfte sogar davon ausgehen, dass der Klassenunterschied in einem zweistelligen Ergebnis zum Ausdruck kommt.
Hier das Schlusslicht der Regionalliga Nordost aus Berlin-Mitte, bei dem Trainer Oliver Thomaschewski mit seinem Rücktritt bei nur vier Punkten aus 16 Spielen einen Impuls setzen wollte, damit aber offenbar nicht wirklich etwas bewirkt hat. Wie auch, wenn es einfach an der notwendigen Qualität mangelt?
Zwei Eigentore der Gastgeberinnen
Da die unter Profibedingungen trainierenden Eisernen Ladies aus Berlin-Köpenick, die auf dem Weg zur Meisterschaft nicht zu stoppen sind und auch an einem formschwachen Tag wie dem vergangenen Sonntag, als sie gegen Carl Zeiss Jena II erst durch zwei späte Tore zu einem 2:1-Erfolg kamen, letztendlich das bessere Ende für sich haben.
Diese beiden späten Tore gegen Jena steuerte Dina Orschmann bei, die auch eine Woche darauf im Kleinen Stadion des Jahnsportparks ihre Formstärke unter Beweis stellen konnte. Bei Blaschkas Führungstor leistete sie mit einem furchtlosen Einsatz zusammen mit Lisa Heiseler, die auf Blaschka schließlich ablegte, die Vorarbeit. Außerdem erzielte sie die Treffer zum 2:0 (17. Minute) und 5:0 (38.), wobei man natürlich nicht unbemerkt lassen sollte, dass Berolinas Abwehr nicht drittligatauglich ist. Da kann Frank Krug, der neue Coach, machen, was er will.
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So kommt es nicht von ungefähr, dass Union auch noch von zwei Eigentoren begünstigt wurde, nämlich beim 6:0 durch Emma Lamprecht (55.) und beim 7:0 durch Joelle Ajoke Macauley (61.). Daraus lässt sich wiederum ein leise Kritik am Spiel der Köpenickerinnen ableiten: Eine Halbzeit ohne selbst ein Tor erzielt zu haben, ist in Anbetracht der Ambitionen doch eher enttäuschend. Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, dass Toptorjägerin Sarah Abu Sabbah wie Orschmann zweimal über einen eigenen Treffer jubeln durfte (16., 35.).
„Ich bin mit der Leistung in der ersten Halbzeit sehr zufrieden. Wir haben viel von dem umgesetzt, was wir nach dem Jena-Spiel analysiert haben. Mit der zweiten Halbzeit bin ich allerdings überhaupt nicht zufrieden. Da haben wir das Tempo rausgenommen, waren nicht mehr so zielstrebig und sind nicht mehr wirklich in den Strafraum gekommen“, befand Trainerin Poese.
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